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Kindernachrichten

07. Dezember 2016 | 21:28 Uhr

Politik : Wer mit entscheiden will, muss Bescheid wissen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Kina-Reporter finden Politik spannend. Um mehr darüber zu erfahren, trafen sie den Landesbeauftragten für politische Bildung.

Politik ist manchmal sehr kompliziert. Christian Meyer-Heidemann hat die Aufgabe, sie zu erklären, denn er ist der Landesbeauftragte für politische Bildung in Kiel. Die Kina-Reporter Liv (14), Theresa (11), Dana (12), Elisa (11), Hannah (15), Charlotte (14) und Enya (15) haben ihn zu seiner Arbeit befragt.

„Was genau ist eigentlich politische Bildung?", fragt Elisa. Es gehe darum, dass alle Leute verstehen, wovon Politik handle, erklärt uns Herr Meyer-Heidemann. Wer das weiß, kann sich eine eigene Meinung bilden. Es wollen nämlich nicht alle Politiker dasselbe und das ist auch gut, denn so werden ganz verschiedene Interessen vertreten. Und man kann besser entscheiden, wen man wählen möchte.

„Wie funktioniert denn so eine Wahl?“, will Liv wissen. „Ab 16 Jahren darf man in Schleswig-Holstein wählen“, beginnt er. „Kurz vor der Wahl bekommt man einen Brief mit einer Aufforderung, seine Stimme abzugeben. Vor Ort wird man dann aufgeschrieben, damit man nicht zweimal wählen kann. Jeder bekommt einen Stimmzettel und in einer Kabine kann man ihn ausfüllen, ohne beobachtet zu werden, damit die Entscheidung geheim bleibt. Am Abend werden die Stimmen ausgewertet und nach diesem Ergebnis werden die Sitze im Parlament verteilt.“

Leider ist die Wahlbeteiligung in den letzten Jahren zurückgegangen. Das Interesse für Politik hat im Allgemeinen etwas abgenommen. Dafür könnte es unterschiedliche Gründe geben. Manchen ist es zu kompliziert, andere haben vielleicht zu hohe Erwartungen. Aber auch für Politiker ist es nicht immer einfach, ihre Interessen oder die ihrer Partei durchzusetzen. Darum wählen die Menschen dann gar nicht. „Das ist keine gute Einstellung“, findet Herr Meyer-Heidemann. „Aber jeder kann es selbst entscheiden, es ist eine freie Wahl.“

Am Ende haben wir noch eine Führung durch den Plenarsaal bekommen. Das ist der Raum, in dem sich alle Politiker ungefähr einmal im Monat treffen, um wichtige Themen zu besprechen. Auch die Kina-Reporter werden sich jetzt informieren, denn einige von ihnen dürfen im nächsten Jahr schon wählen. Im Mai 2017 können sie mitbestimmen, wer im Plenarsaal sitzen soll und den schönen Ausblick auf die Förde genießen darf.

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erstellt am 29.Okt.2016 | 01:09 Uhr

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