zur Navigation springen

Kino : Wenn Eltern winzig klein werden

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Wir haben die Schauspieler des neuen Kinofilms „Hilfe, ich habe meine Eltern geschrumpft“ für ein Interview getroffen.

Erst war die Lehrerin an der Reihe, nun sind die Eltern dran. Nächstes Jahr kommt ein neuer Film mit winzigen Erwachsenen in die Kinos. Er heißt: „Hilfe, ich habe meine Eltern geschrumpft“. Der Film ist bereits der zweite Teil der Geschichte. Auch dieses Mal geht es um die Hauptfigur Felix. Er wird gespielt von Oskar Keymer. Er ist 13 Jahre alt. Wir haben ihn zusammen mit seinen Kollegen Lina, Eloi, Maximilian und Georg bei den Dreharbeiten befragt.

Jetzt mal ehrlich: Wie funktioniert das mit dem Schrumpfen?

Oskar: Es wird im Prinzip alles zweimal gedreht. Einmal normal, in der normalen Kulisse, und einmal in der Green Box. Das ist eine grüne Box, in der man nachträglich mit dem Computer die Umgebung verändern kann.

Die Erwachsenen sind also nicht wirklich geschrumpft. Teilweise sind sie bei den Dreharbeiten nicht mal dabei. Wie läuft das ab?

Oskar: Beim ersten Dreh war das so, dass wir einen grünen Sack in der Hand hatten. Beim zweiten Teil haben wir die geschrumpften Eltern und Lehrer gar nicht mehr in der Hand. Wenn doch, müssten wir uns das vorstellen. Dann üben wir mit einer Puppe und wissen später, wie wir die Hand halten müssen. Gedreht wird dann ohne die Puppe.

Im Film soll Felix mit seinen Eltern weit wegziehen, gegen seinen Willen! Was machst du, damit deine echten Eltern tun, was du willst?

Oskar: Man muss immer wieder versuchen, auf die Eltern einzugehen. Irgendwann hat man sie dann so weit um den Finger gewickelt, dass man sein Ziel erreicht. Und wenn sie's trotzdem nicht machen, hab ich Pech gehabt und es lohnt sich auch nicht weiter zu nerven.

Wie fühlt es sich an, plötzlich größer zu sein als die Erwachsenen?

Eloi: Oskar müsste die Frage am besten beantworten können. Er hat mehr zu tun mit den geschrumpften Eltern und ist quasi der Bestimmer im Haus. Aber im zweiten Teil kommen auch wir in Kontakt mit den geschrumpften Eltern. Allerdings sind sie ja nicht wirklich geschrumpft, wenn wir drehen. Deswegen ist da kein großer Unterschied. Im Film, in meiner Rolle als Robert, fühlt man sich dann schon ein bisschen wie der Boss, irgendwie mächtig.

Oskar: Als Felix ist man eher selbstbewusst und selbstständig. Weil man zum Beispiel die Sachen, die sonst die Eltern machen, selbst tun muss, wie Wäsche waschen oder sich etwas zu essen machen. Am Anfang ist das cool - das sagt ja Felix auch immer. Aber ich glaube, irgendwann nervt's dann auch, wenn die Eltern klein sind und man alles selber machen muss.

Was findet ihr cool am Erwachsenwerden?

Georg: Cool daran ist, dass man nicht mehr die Eltern fragen muss, ob man irgendwas machen darf. Und dass man sich nicht mehr so viel nach den Eltern richten muss, sondern auch mal selbstständig irgendwohin kann – also noch mehr als jetzt. Dass man mit dem Auto einfach losfahren kann, das ist schon cool.

Und was ist nicht so cool?

Georg: Es kommt mit dem Erwachsenwerden oder dem Erwachsensein mehr Verantwortung auf einen zu. Man muss mehr Dinge machen, man muss sich um mehr kümmern.

Was möchtest du denn später mal werden, Maximilian?

Maximilian: Wenn ich groß bin, möchte ich Regisseur, Schauspieler, Produzent und Kameramann werden. Am liebsten würde ich immer alles machen, vor allem Kurzfilme. Die mache ich ohnehin schon, auch mit großen Schauspielern. Als Nächstes einen mit der Schauspielerin Alwara Höfels aus dem Film 'Fack ju Göhte'.

zur Startseite

von
erstellt am 09.Apr.2017 | 16:23 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen