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Kindernachrichten

04. Dezember 2016 | 21:34 Uhr

Wen würdet ihr wählen?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Bei den Junior- und U18-Wahlen bekommen Kinder eine Stimme.

Bei der Bundestagswahl am 22. September darfst du erst mitmachen, wenn du mindestens 18 Jahre alt bist. Am heutigen Freitag ist es umgekehrt: Heute dürfen nur diejenigen wählen, die unter 18 sind. Denn es ist U18-Wahltag.

„Wir wollen Kinder und Jugendliche motivieren, sich mit Politik und Wahlen zu beschäftigen“, sagt Simon Landt. Als Jugendvorsitzender des DLRG Rendsburg hat er ein Wahllokal im Vereinsheim organisiert. Die Stadt stellt eine Wahlurne zur Verfügung. Die Stimmzettel sehen fast genau so aus wie die bei der echten Bundestagswahl: Darauf können die jungen Wähler zwei Kreuze machen – eine für einen Kandidaten aus dem Wahlkreis, eine für eine Partei. Damit das genau so geheim ist wie bei der echten Wahl, gibt es natürlich auch eine Wahlkabine. Und dieses Wahllokal ist nicht nur für den DLRG-Nachwuchs. „Alle, die jünger als 18 Jahre alt sind, sind von 15 bis 18 Uhr willkommen“, sagt Simon Landt.

Auch in Neumünster gibt es U18-Wahllokale – zum Beispiel im Haus des Jugendverbands. „Wir machen das zum zweiten Mal. Beim letzten Mal wurde es gut angenommen“, sagt Jugendverband-Mitarbeiterin Ute Gräfe – und hofft, dass heute zwischen 10 und 16 Uhr wieder viele Kinder und Jugendliche den Weg in ihr Wahllokal finden.

Am Abend werden die Stimmen ausgezählt und an die U18-Zentrale in Berlin übermittelt. Die Ergebnisse der bundesweiten U18-Wahl und eine Wahlsendung gibt es heute Abend im Internet unter www.u18.org. Unter dieser Internetadresse kannst du auch herausfinden, ob es auch in deiner Nähe ein U18-Wahllokal gibt. Denn diese Wahlen finden nur dort statt, wo Menschen wie Simon Landt oder Ute Gräfe mit ihren Verbänden den jungen Menschen eine Stimme geben wollen.

Eine weitere Wahl-Möglichkeit für Kinder und Jugendliche ist die Juniorwahl. Anders als U18 wird sie in Schulen von den Lehrern organisiert. „Wir bereiten die Juniorwahl im Unterricht vor“, erklärt Thomas Drews vom Bernstorff-Gymnasium Satrup – eine von vielen Schulen im Land, die bei den Juniorwahlen mitmachen. Die Schüler haben zum Beispiel mit Politikern diskutiert. In der nächsten Woche wählen die Schüler von der neunten bis zur zwölften Klasse. Die Ergebnisse werden von der Juniorwahlzentrale in Berlin gesammelt, aber erst nach der Bundestagswahl veröffentlicht.

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erstellt am 12.Sep.2013 | 19:28 Uhr

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