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Kindernachrichten

08. Dezember 2016 | 03:09 Uhr

Menschenskinder : Voller Einsatz

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Viele Kinder und Jugendliche wollen sich für andere einsetzen. Doch wie fängt man das an? Drei Mädchen machen es vor. Greta, Katrin und Emmelie haben sich bei einer Preisverleihung kennengelernt – und sich sofort verstanden.

Greta Scholz kommt aus Laboe und ist 16 Jahre alt. Sie ist Schülerin an der Lernwerft in Kiel. Dort hat sie einen Sanitätsdienst aufgebaut.

„Das Gründen hat besonders viel Spaß gemacht“, erzählt sie. Zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz hat sie das Konzept Schritt für Schritt ausgearbeitet. Die Sanitäter sind Schüler, die zuvor bestimmte Seminare für Erste-Hilfe besuchen mussten. In der ganzen Schule gibt es Notfalltelefone, mit denen man die fleißigen Helfer immer anrufen kann. Greta gehört ebenfalls zu den Sanitätern.

Seit sie klein ist, leidet Greta an der chronischen Krankheit Rheuma. Sie möchte anderen, vor allem neuerkrankten Kindern, dabei helfen, mit der Krankheit umzugehen. Deshalb werden an der Uniklinik selbstentworfene Flyer verteilt, in denen sie dazu auffordert, sie anzurufen oder ihr zu schreiben.

Katrin Lindstädt ist 17 Jahre alt und geht auf die Max-Planck-Schule in Kiel. Sie hat dort unter anderem an einem Projekt für Flüchtlingshilfe mitgearbeitet und organisiert Schulzeltlager, wo sie als Betreuerin mitfährt.

„Unsere Schülerzeitung macht mir mit am meisten Spaß“, erzählt Katrin. „Ich könnte mir auch vorstellen, etwas in die Richtung mal beruflich zu machen.“ Sie ist mittlerweile Chefredakteurin. Es werden ungefähr zwei Hefte pro Jahr rausgebracht und jeder Artikel wird von Katrin überprüft. Als Schülersprecherin arbeitet sie zudem im Landesjugendparlament mit.

Außerhalb der Schule nahm sie schon mehrmals an dem Planspiel „Model United Nations“ teil und würde gerne zukünftig auch bei der Organisation helfen. Das hört sich nach ziemlich viel zu tun an für eine Schülerin. Schafft man das überhaupt? „Es fühlt sich nicht wie harte Arbeit an, weil es mir Spaß macht“, erklärt Katrin.

Emmelie Lotzow ist 18 Jahre alt und kommt aus Oldenburg/Holstein. Sie ist Ministrantin und Sternsängerin in einer katholischen Kirchengemeinde. „Es ist schön, etwas für Kinder zu tun, denen es nicht so gut geht.“

Emmelie besucht das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium. Dort leitet sie auch eine Literatur-AG, organisierte einen Poetry Slam und gibt Nachhilfeunterricht. Außerdem ist sie im Schülerrat und Delegierte des Landesschülerparlaments.

In ihrer Freizeit hat Emmelie bei den Planspielen „Model United Nations“ der Vereinten Nationen und „Jugend und Parlament“ im Deutschen Bundestag mitgemacht. „Mir ist das Politische sehr wichtig“, erzählt sie. „Ich möchte später Jura studieren.“

Der Preis des Zonta-Clubs:

Kina-Reporterin Enya (14)hat Greta, Katrin und Emmelie in Kiel bei der Preisverleihung des Zonta-Clubs getroffen und ihre Geschichten aufgeschrieben.

Der Zonta-Club ist ein Netzwerk von Frauen. Mit den „Young Women in Public Affairs Awards 2016“ wollen sie das öffentliche Engagement von jungen Frauen mit Preisgeldern von bis zu 500 Euro unterstützen.

Ihr Tipp für alle, die sich für andere einsetzen wollen: Fragt doch mal in eurer Schule Lehrer oder Schüler, die so etwas machen, ob ihr mithelfen könnt.

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erstellt am 20.Apr.2016 | 01:46 Uhr

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