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Kindernachrichten

03. Dezember 2016 | 20:51 Uhr

Greenpeace : Voller Einsatz für Mensch und Natur

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Umweltschützer setzen sich für eine gesunde Natur ein, doch was genau bedeutet das? Wir haben beim einem Chef von Greenpeace gefragt.

Sie klettern auf riesige Gebäude oder hängen Plakate an Schiffen auf. Im Sommer ließen sie einen Pianisten an einem Gletscher ein Konzert spielen, mitten im Eis. Die Umweltschützer von Greenpeace sind für ihre Aktionen bekannt. Manchmal bekommen sie auch Ärger, weil sie unerlaubte Sachen machen. Wir haben mit Roland Hipp gesprochen, dem Greenpeace-Chef in Deutschland. Er erzählt, warum er sich für die Umwelt einsetzt und was man als Kind tun kann.

Was gehört für Sie alles zur Umwelt?

Also Umwelt ist ja nicht nur ein einzelner Punkt, es gehört vieles dazu: zum Beispiel die Luft, das Wasser und die Böden. Wenn man über Umweltschutz redet, kommt es aber erst mal auf das eigene Verhalten an.

Womit könnte man denn als Kind anfangen?

Ich würde einmal darauf achten, wie viel Plastik ich in meinem Alltag begegne. Und wenn ich davon etwas weniger benutze, kann ich schon viel für die Umwelt tun. Ich kann mich als Kind auch in der Familie einmischen, wenn ich der Meinung bin, dass ein anderes Verhalten besser für die Umwelt wäre. Außerdem würde ich jedem Kind raten, etwas genauer beim Essen hinzuschauen.

Und was gibt es da zu beachten?

Man könnte nachschauen, was alles in den Lebensmitteln steckt, die man täglich isst. Überall umgibt uns Zucker, aber ist das gesund? Gibt es andere Lebensmittel, die besser sind? Jedes Kind kann also auch ein bisschen bewusster essen und trinken.

Wann haben Sie sich zum ersten Mal für die Umwelt interessiert?

Ich habe mit 14 oder 15 Jahren angefangen, mir Gedanken um die Umwelt zu machen. Ich habe Referate in der Schule darüber gehalten. Ich habe auch gerne im Wald gespielt. Irgendwann habe ich gedacht: Ich will mich für etwas Sinnvolles einsetzen! Anfangs wusste ich aber noch nicht so richtig, für was.

Und wie sind Sie zu Greenpeace gekommen?

Ich habe im Fernsehen einen Beitrag über Greenpeace gesehen. Der hieß: „Helden oder Spinner?“ Beides stimmt nicht: Wir sind keine Spinner, wir sind aber auch keine Helden. Wir sind Menschen, die sich für die Umwelt einsetzen. Wir müssen die Umwelt erhalten, weil ohne gesunde Umwelt weder Menschen, Tiere noch Pflanzen leben können.

Was haben Sie als Greenpeace-Chef in Deutschland für Aufgaben?

Als Geschäftsführer hat man viele Abteilungen unter sich. Die einen kümmern sich etwa um die wissenschaftliche Arbeit zu unseren Themen: Klima, Meere und Wälder zum Beispiel. Andere fragen sich: Wie verbreiten wir unsere Ideen und Ziele? Als Geschäftsführer muss man darauf achten, dass diese Abteilungen funktionieren und zusammenarbeiten. Gleichzeitig habe ich die Aufgabe, Kontakt mit meinen Kollegen in anderen Ländern zu halten.

Wie stellen Sie sich Deutschland in 20 Jahren vor?

Ich glaube, dass wir in 20 Jahren noch viel mehr Windräder und Solaranlagen haben, die für uns Energie produzieren.

Und es werden mehr Elektroautos durch Deutschland rollen. Die pusten nämlich keine schädlichen Stoffe in die Luft. Außerdem glaube ich, dass sich die Landwirtschaft verändern wird. Das heißt, es gibt hoffentlich wieder mehr Natur da draußen, mit mehr Platz für die Tiere, zum Beispiel für die Bienen, die ja bedroht sind.

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erstellt am 28.Aug.2016 | 16:04 Uhr

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