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Kindernachrichten

04. Dezember 2016 | 21:28 Uhr

Meteorologie : So entsteht eine Wetter-Warnung

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„Heute Vormittag kommt es im Westen von Deutschland zu Gewittern mit Starkregen oder Hagel“. So in etwa klingt eine Unwetter-Warnung des Deutschen Wetterdienstes. Die Experten dort geben solche Warnungen heraus. So können sich die Menschen in den betroffenen Gebieten auf Unwetter vorbereiten.

„Wir haben bestimmte Grenzwerte festgelegt, ab wann wir vor einem Unwetter warnen“, erklärt ein Wetter-Fachmann. „Zum Beispiel wenn voraussichtlich mehr als 25 Liter Regen pro Quadratmeter in einer Stunde fallen werden. Oder wenn der Wind eine Geschwindigkeit von mehr als 103 Stundenkilometern erreicht.“ Sagen ihre Computer so etwas für eine Region vorher, schlagen die Experten Alarm.

Das Problem: Die Computer können den Ort des Unwetters oft nicht ganz genau vorhersagen. Gerade bei Gewitter und starkem Regen ist das schwierig. „Das kann man sich vorstellen, wie bei Wasser, das man auf dem Herd zum Kochen bringt“, sagt der Experte. „Man weiß, dass gleich Blasen aufsteigen. Aber wo genau die Blasen hochgehen, weiß man nicht.“

Um den Ort genauer einzugrenzen, werten die Experten auch Radar-Messungen aus. An 17 Radar-Stationen in Deutschland wird regelmäßig der Himmel abgesucht. Die Geräte spüren Regentropfen und Hagelkörner in den Wolken auf. Daraus errechnen die Experten, wo sich zum Beispiel eine Gewitter-Front entwickelt und wo sie entlang zieht.

So hoffen sie, zumindest eine halbe bis anderthalb Stunden vor einem Gewitter betroffene Orte vorwarnen zu können. „Aber eine gewisse Unsicherheit bleibt auch dann“, sagt der Wetter-Fachmann.

Der Deutsche Wetterdienst schickt seine Warnungen an zuständige Experten wie die Feuerwehr. Man kann sie aber auch im Internet einsehen oder sich aufs Handy schicken lassen.

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erstellt am 31.Mai.2016 | 01:02 Uhr

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