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Kindernachrichten

06. Dezember 2016 | 11:21 Uhr

Technik und Sport : Roboter am Ball

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Bei diesem Fußball-Turnier kicken keine Menschen: Der „RoboCup 2016“ beginnt im Sommer.

Hannes und seine Kollegen trainieren hart. Sie bereiten sich gerade auf ein großes Fußball-Turnier im Sommer vor. Die Rede ist aber nicht von der Europameisterschaft in Frankreich. Es geht um die Weltmeisterschaft im Roboter-Fußball. Sie heißt „RoboCup 2016“ und beginnt Ende Juni.

Für das Roboter-Turnier hat Hannes schon viele Stunden im Labor verbracht. Vor ihm liegt ein grüner Teppich auf dem Boden. Darauf spielen Roboter Fußball. Das Labor ist die Trainings-Stätte des Nao-Teams. Nao ist ein spezieller Roboter-Typ. Das Labor von Hannes und seinen Kollegen liegt in Leipzig, einer Stadt im Bundesland Sachsen.

Hannes und seine Kollegen sind dafür zuständig, den Robotern das Fußballspielen beizubringen. „Die Roboter können zunächst so gut wie nichts von allein“, erklärt er. „Sie müssen alles lernen: wie sie richtig ein Bein vor das andere setzen, wie sie einen Ball ins Tor schießen und wie ein Ball und ein Tor überhaupt aussehen.“ Dazu entwickeln die Experten Computer-Programme. Diese sagen den Robotern, wie das Spielfeld um sie herum aussieht und was sie darauf tun sollen. Hannes zeigte seinen Robotern zum Beispiel Tausende Fotos. Dadurch sollten die Maschinen lernen, wie ein Spielball aussieht und wo das gegnerische Tor steht.

Die Roboter haben kleine Kameras am Kopf. Wenn das Spiel losgeht, suchen diese sofort ihre Umgebung nach dem Ball ab. Doch mit diesem Wissen können die Roboter immer noch nicht Fußball spielen. Sie müssen sich auch auf dem Feld zurechtfinden. Außerdem müssen sie ihre Mitspieler von ihren Gegnern unterscheiden können.

Wie sich die Roboter am Ende im Spiel verhalten, wissen die Programmierer vorher nicht genau. „Schnell geht mal etwas an der Technik kaputt oder es schleicht sich ein Fehler ein“, erzählt Hannes. „Das kann dann ganz schön nervig sein.“ Beim letzten Turnier hatte das Nao-Team zum Beispiel ein Torwart-Problem. Die Internet-Verbindung war ausgefallen. Plötzlich wusste der Robo-Torwart nicht mehr, dass er sein Tor hüten soll. Also stürmte er im Alleingang auf das gegnerische Tor zu. Die Gegenspieler mussten nur noch das leere Tor treffen. Für die Roboter-Experten gibt es also immer noch eine Menge zu tun.

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erstellt am 22.Apr.2016 | 01:20 Uhr

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