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Kindernachrichten

04. Dezember 2016 | 09:17 Uhr

Lernen : Raus aus der Schule, rein in die Arbeit

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Einmal in einen Beruf reinschnuppern: Viele Schüler bekommen in einem Praktikum die Möglichkeit dazu.

Was macht man eigentlich im Praktikum? Da geht man in eine Firma, arbeitet eine bestimmte Zeit in einem Beruf, der einen interessiert und entscheidet sich danach, ob einem diese Arbeit Spaß macht und ob man diesen Beruf später einmal ausüben möchte.

Auch viele Schüler machen ein Praktikum, mit dem sie sich orientieren, was sie einmal werden wollen. Viele Betriebe aus verschiedenen Berufsfeldern bieten Praktikumsplätze an. Handwerk, Medizin, Medien, Kinderbetreuung oder Büroarbeit – die Auswahl ist groß.

Ich habe in den letzten zwei Wochen ein Praktikum in der Kina-Redaktion gemacht. Dort war ich mit Fotografen und Video-Redakteuren unterwegs, habe aber auch die Fußball-Kolumne, Buchrezensionen oder andere Artikel geschrieben. Deshalb habe ich mich bei meinen Klassenkameraden umgehört, wo die ihr Praktikum machen, und ein paar von ihnen besucht.

 

Der Landwirt

Jannis arbeitet bei einer Agrargemeinschaft. Das bedeutet, dass sich mehrere Bauernhöfe zusammenschließen und ihre Maschinen teilen. Dort räumt er viel auf und verlädt Schrott, durfte aber auch schon Traktor fahren. Er macht das Praktikum dort, weil ihn die Arbeit auf dem Bauernhof interessiert und weil er später selbst einmal Bauer werden will.

 

Die Bootsbauer

Josef und Ludwig arbeiten zwei Wochen lang in der Werft Robbe & Berking. Dort fegen sie und bringen den Müll raus, aber üben auch die Arbeit mit Holz, indem sie zum Beispiel eine Kugel bauen. Laut ihrem Vorarbeiter ist das Praktikum empfehlenswert für handwerklich Interessierte, die auch ein wenig Vorerfahrung mitbringen sollten.

 

Der Erzieher

Wer gern mit Menschen arbeitet, für den wäre ein Praktikum im Wald-Kindergarten vielleicht was. In diesem Job absolviert Jacob sein Praktikum. Er sammelt mit den Kindern am Strand Muscheln, angelt Krebse, baut Sandburgen und passt auf die Kinder auf. Seine Chefin sagt, dass dieses Praktikum empfehlenswert für jeden ist, man sollte aber selbstverständlich keinen Ärger mit Kindern haben.

 

Der Tierarzt

Sid arbeitet zwei Wochen beim Tierarzt. Dort hilft er bei Behandlungen, hält also die Tiere fest, reicht Verbände, Tupfer und Instrumente zu und gibt ab und zu auch mal eine Spritze. Er empfiehlt das Praktikum für Leute, die Tiere mögen. Allerdings muss man dafür auch Blut sehen können.

 

Der Fahrradmechaniker

Ein weiterer handwerklicher Beruf ist der des Fahrradmechanikers, für den sich Hendrik interessiert. In seiner ersten Woche hat er vor allem Werkzeuge und Ersatzteile sortiert, aber auch Räder für den Verkauf montiert. Er und sein Chef empfehlen so ein Praktikum für Leute, die sich fürs Schrauben interessieren.

Jetzt bleibt noch die Frage, warum Firmen überhaupt Praktikumsplätze anbieten. Schließlich kosten Schülerpraktikanten vor allem Arbeit, da man ihnen alles erklären muss. Auf diese Frage antworteten die Betriebe fast einheitlich: Sie sagten alle, dass sie mit dem Praktikum einen Einblick in den Beruf geben und bei der Entscheidung, als was man später arbeiten möchte, helfen wollen.

Wenn die Schule ein Praktikum vorschreibt, sollte man sich gut informieren und einen Job finden, der zu einem passt. Genug Auswahl gibt es.

 

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erstellt am 08.Jul.2016 | 01:05 Uhr

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