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Kindernachrichten

11. Dezember 2016 | 11:05 Uhr

Menschenskinder : Quads statt Autos und Rentiere statt Pferde

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Kina-Reporter Luis (15) verbringt ein Austauschjahr in Nordnorwegen – und da ist es jetzt schon winterlich.

Der erste große Unterschied, der mir augefallen ist, seit ich vor knapp drei Wochen hier in Tana angekommen bin, ist die Temperatur, und dass ich so etwas nicht gewohnt bin. Denn während Deutschland noch einmal von spätsommerlichen Hitzewellen heimgesucht wird, herrschen hier in Nordnorwegen nachts schon Temperaturen um oder unter dem Gefrierpunkt.

Allerdings ist noch viel mehr anders als zu Hause. Da meine Gastfamilie Sami sind, das ist ein Volk, welches von Mittelschweden über Nordnorwegen und Finnland bis zur Halbinsel Kola in Russland lebt. Deswegen besitzt meine Gastfamilie auch eigene Rentiere, weil das bei den Sami Tradition ist. Meine Gastfamilie muss regelmäßig nach den Rentieren schauen, wenn sie immer gutes Fleisch haben möchte. Und dabei konnte ich dieses Wochenende mitkommen.

Früh morgens ging es los, das Quad und den Anhänger aufgeladen, und ab ging es in die Berge. An einem Parkplatz haben wir gestoppt und das Auto zurückgelassen. Andere Rentierbesitzer schlossen sich unserem Konvoi aus Quads an. Für knapp zwei Stunden fuhren wir über die Berge – die meiste Zeit abseits der Trampelpfade. Immer wieder mussten wir Flüsse durchqueren und alle paar Minuten fuhren wir enorm steile Abhänge rauf und runter. Für alle, die den „Schwur des Kärnan“ im Hansapark kennen – der ist dagegen gar nichts.

Als wir endlich angekommen waren, wurde gleich damit begonnen den alten Rentierzaun abzubauen. Wir hatten es eilig, weil man jetzt oben in den Bergen nicht viel Zeit hat, denn schon im September geht die Sonne hier früh unter, und die Zaunteile mussten noch weggebracht werden. Auf der Rückreise war es dann schon dunkel und kalt, und ich dachte mir nur: Wie wird das bloß im Winter sein?


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erstellt am 19.Sep.2016 | 01:54 Uhr

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