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Kindernachrichten

24. März 2017 | 21:04 Uhr

Wirtschaft : Opel bekommt eine neue Mutter

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Eine Firma aus Frankreich übernimmt den deutschen Autohersteller.

In dieser Geschichte geht es um einen Blitz. Auch ein Löwe kommt vor. Doch eigentlich dreht sich alles um Autos. Genauer gesagt: um die deutsche Autofirma Opel. Sie ist für Automarken wie den Astra und Corsa bekannt. Ihr Markenzeichen ist ein Blitz in einem Kreis.

Seit Montag steht fest: Der Autohersteller Opel bekommt eine neue Mutter. Wie bitte? Seit wann haben Unternehmen Mütter? Und warum werden sie einfach ausgetauscht? Es stimmt wirklich! Manchmal ist bei Unternehmen von Müttern und Töchtern die Rede.

Opel etwa gehört seit vielen Jahren zu einer anderen Firma. Sie heißt General Motors und kommt aus dem Land USA. Deshalb sagt man: Opel war bisher eine Tochter des amerikanischen Mutterkonzerns General Motors.

Bei Opel läuft es schon länger nicht gut. Das Unternehmen verkauft nicht so viele Autos, wie es müsste. Aus diesen und anderen Gründen möchte General Motors die deutsche Firma abgeben. Nun kommt die neue Mutter ins Spiel. Eine Autofirma aus Frankreich hat bekannt gegeben, Opel zu übernehmen. Sie heißt abgekürzt PSA und ist zum Beispiel für die Automarke Peugeot (sprich: Püschoh) bekannt. Das sind die Autos mit dem Löwen als Markenzeichen. Um Opel zu übernehmen, muss PSA eine große Summe Geld an General Motors zahlen.

Aber warum kauft man eine Firma, die Geldprobleme hat? Eine Expertin erklärt: Größere Firmen trauen sich manchmal zu, andere Unternehmen zu reparieren, also erfolgreicher zu machen. Und zusammen sind mehrere Firmen oft stärker als allein. Wenn das gelingt, können auch Mutterkonzerne auf Dauer mehr Geld verdienen. Wenn nicht, können sie aber auch viel Geld verlieren.

„Das Risiko ist, dass die Tochter-Firma nicht reparierbar ist“, sagt die Expertin. Mitarbeiter von Firmen wie Opel machen sich außerdem Sorgen, dass die neue Mutter viel Geld einsparen möchte. Dadurch könnten Mitarbeiter ihren Job verlieren. Wichtig ist in solchen Fällen, dass die Firmen zusammenpassen. „Das ist wie bei zwei Familien, die zusammen in den Urlaub fahren“, sagt die Expertin. „Manchmal klappt's, manchmal nicht.“

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erstellt am 07.Mär.2017 | 01:29 Uhr

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