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Kindernachrichten

10. Dezember 2016 | 00:22 Uhr

Feiern : Oma Frieda erzählt: „Einen Adventskalender hatten wir nicht.“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Damals wurde Weihnachten noch ein wenig anders gefeiert als heute.

Als Kind hatte Frieda Berger einen Wunsch: Sie wollte gern vom Christkind einen Füller zu Weihnachten. Inzwischen ist Frieda Berger 92 Jahre alt. Sie hat zehn Enkelkinder und sogar schon sieben Ur-Enkel. Die halten Oma Frieda ganz schön fit: Sie fährt Fahrrad, spielt Schach und hat sich gerade ihre eigene E-Mail-Adresse eingerichtet. Uns hat Oma Frieda von ihrer Weihnachtszeit vor 85 Jahren erzählt.

Wie war Heiligabend für dich als Kind?

Oma Frieda: „Etwas Geheimnisvolles lag in der Luft. Die Augen meiner Geschwister leuchteten und wir waren voller freudiger Erwartung auf den Heiligen Abend. Wir scharrten uns um unseren Großvater, der mit uns in der Küche auf das Christkind wartete. Meine Mutter und meine älteste Schwester waren im Wohnzimmer, das wir Kinder an Heiligabend nicht betreten durften.“

Hattest du dir ein Geschenk gewünscht?

Oma Frieda: „Ich hatte mir einen Füllfederhalter gewünscht. Alle Kinder hatten sich eine Kleinigkeit gewünscht. Nach dem Abendessen - ich glaube, es gab Kartoffelsalat - war dann die große Bescherung. Die Wohnzimmertür wurde geöffnet und wir bestaunten den festlich geschmückten Christbaum.“

Bekamst du deinen Füller?

Oma Frieda: „Meine Freude war groß! Ich bekam den gewünschten Füllfederhalter und auch meine Geschwister bekamen das Geschenk, was sie sich gewünscht hatten. Unter dem Christbaum auf dem großen Tisch stand für jeden von uns ein Teller mit Gebäck und Nüssen. Darauf hatte ich mich den ganzen Advent gefreut.“

Hattest du früher auch einen Adventskalender mit Türchen?

Oma Frieda: „So etwas wie Adventskalender hatten wir nicht.

Auch stellten wir an Nikolaus keine Schuhe nach draußen. Aber wir bekamen am 6. Dezember alle einen gebackenen Nikolaus. Und von einem Weihnachtsmann hatte ich noch nie etwas gehört. Die Geschenke brachte uns damals das Christkind. Später kam ich dahinter, dass meine Eltern die Geschenke brachten.“

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erstellt am 17.Nov.2016 | 03:14 Uhr

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