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Kindernachrichten

09. Dezember 2016 | 10:54 Uhr

Sport : Mit dem Foil-Kite übers Wasser

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Kitesurfen ist ein ziemlich cooler Sport. Jetzt gibt es einen neuen Trend: Foil-Kiten! Das macht viel Spaß, ist aber nicht einfach.

Surflehrer Philipp Brückmann schwebt gerade über dem Wasser. Moment mal: über dem Wasser? Ja! Philipp probiert seit Kurzem Foil-Kiten (gesprochen: Feul-Keiten) aus. In Deutschland ist diese Sportart noch relativ neu. Der größte Vorteil zum normalen Kitesurfen ist: Mit viel weniger Wind kann man schon sehr schnell fahren. Und dabei sehr gut gegen den Wind kreuzen.

„Foil-Kiten ist ein komplett neues Erlebnis. Man schwebt mit seinem Kiteboard über dem Wasser. Das ist wie fliegen“, schwärmt Philipp. Er bietet den Wassersport in seiner Kite-Schule in List auf der Insel Sylt an. Beim Foil-Kiten ist nur noch das Foil, der Flügel, im Wasser. Das Foil ist über den Mast mit dem Kiteboard verbunden.

Doch wie funktioniert das genau? Wie beim normalen Kitesurfen wirst du an einer Art Drachen über das Wasser gezogen und stehst auf einem kleinen Brett. Beim Foil-Kiten werden unter das Brett noch zusätzlich der Mast und das Foil geschraubt. Mast und Foil sehen aus wie ein Unterwasserschwert mit Flügeln.

Wird man beim Fahren schneller, hebt man das Brett aus dem Wasser und fährt nur noch auf dem Foil. Dabei bekommt es so viel Auftrieb, dass es elegant das Wasser schneidet.

Der neue Wassersport hat es in sich. Selbst der Surflehrer landete bei den ersten Versuchen im Wasser. Warum ist Foil-Kiten so schwierig? „Man muss neu lernen, die Balance zu halten“, erklärt Philipp. Man muss so schnell und stabil fahren, dass das Brett zwar aus dem Wasser kommt, aber das Foil unbedingt im Wasser bleibt. Deshalb sollte man schon ganz gut im Kitesurfen sein, bevor man Foil-Kiten ausprobiert.

Kinder, die zum Foil-Kiten kommen, sind meist zwölf Jahre alt und älter. „Es kommt darauf an, wie gut die Kinder schon auf dem Wasser sind“, sagt Philipp. Normales Kitesurfen könnten Kinder ab etwa acht Jahren lernen.

Der neue Trend birgt jedoch Verletzungsgefahr: Mast und Foil haben scharfe Kanten. Wer stürzt oder beide nicht richtig handhabt, kann sich daran verletzen. „Wenn man vorsichtig ist, dann ist Foil-Kiten aber nicht gefährlicher als ein anderer Sport“, findet Philipp.

Wer Kitesurfen kann und Foil-Kiten lernen möchte, macht am besten einen Kurs. Die Profis erklären dann, wie alles funktioniert. Es dauert aber eine Weile, bis man sicher auf dem Foil-Kite ist. Selbst gute Kitesurfer bräuchten einige Tage, Anfänger bis zu zwei Wochen.

Wer einmal über das Wasser geschwebt ist, will oft nicht mehr raus. So geht es auch dem Surflehrer. „Ich bleibe noch ein bisschen im Wasser“, ruft er. Und schon ist er mit dem Foil-Kite davongeflogen.

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erstellt am 28.Sep.2016 | 01:29 Uhr

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