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Kindernachrichten

07. Dezember 2016 | 13:32 Uhr

Tiere : Kunterbunt oder gut getarnt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Schmetterlinge sind vielseitige Alleskönner und schön anzuschauen. Geht mit uns auf Entdeckungstour im Schmetterlings-Haus.

Ein Blick aus dem Fenster genügt: Wenn die Tage kürzer werden, verändert sich in der Natur vieles. Die Bäume werfen ihre Blätter ab. Viele Zugvögel fliegen in wärmere Gegenden. Auch die Insekten krabbeln, summen und flattern weniger emsig umher.

Und die meisten Schmetterlinge fliegen nicht mehr. Doch es gibt eine Möglichkeit, sich jederzeit von den kunterbunten Insekten verzaubern zu lassen: bei einem Besuch in einem Schmetterlings-Haus.

Feucht, warm und schwitzig ist es dort. Besucher, die aus der Kälte kommen, müssen erst einmal kurz durchschnaufen. Sich die warme Jacke ausziehen und vielleicht die beschlagene Brille putzen. Doch wer sich dann genauer umsieht, vergisst die schwüle Luft sofort.

Flatternde Farben schwirren durch die Luft. Es sind Schmetterlinge, einer schöner als der andere. Manche saugen Nektar mit ihren Rüsseln aus Blüten. Andere ruhen sich auf grünen Blättern aus, die von ulkigen Raupen angeknabbert werden.

Ein riesiger blauer Falter segelt über die Köpfe der Besucher hinweg.

Mit Flügeln, etwa so breit wie ein Geo-Dreieck im Federmäppchen. „Der Himmelsfalter lebt eigentlich in Mittelamerika und Südamerika“, erklärt ein Schmetterlings-Fachmann. „Seine himmelblauen Flügel sind eigentlich gar nicht blau. Schuppen auf seinen Flügeln brechen lediglich das Licht, so dass uns die Flügel blau erscheinen.“ In einem Schmetterlings-Haus leben Schmetterlinge aus aller Welt.

Bei Schmetterlingen war die Natur unglaublich erfinderisch. Manche Falter leuchten in grellen Farben, um Partner auf sich aufmerksam zu machen. Andere ahmen das Aussehen von giftigen, ungenießbaren oder wehrhaften Tieren nach. Einige Arten wiederum tarnen sich, um nicht von Feinden entdeckt zu werden. Das Indische Blatt etwa ist ein Schmetterling, der mit eingeklappten Flügeln aussieht wie ein braunes, welkes Laubblatt. In Zweigen ist er so gut wie unsichtbar. „Die meisten Falter bekommen wir jedoch aus einem anderen Grund nur selten zu Gesicht“, sagt der Fachmann. „Die meisten Arten fliegen nämlich in der Nacht.“ In Deutschland gibt es rund 3600 Schmetterlings-Arten: Weniger als jede zehnte Art ist am Tag aktiv.

Die meisten Nachtfalter sind nicht so auffällig gefärbt wie die Tagfalter. Sie sehen eher unscheinbar aus. Es gibt aber so viele unterschiedliche Arten, dass Schmetterlinge nach den Käfern die zweitgrößte Gruppe unter den Insekten sind. Eine bemerkenswerte Auswahl von ihnen lässt sich in einem Schmetterlings-Haus beobachten.

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erstellt am 21.Sep.2016 | 01:54 Uhr

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