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Kindernachrichten

07. Dezember 2016 | 21:28 Uhr

Entdecken : Kinder operieren an der Krokodil-Wirbelsäule

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

In der Ostseeklinik in Damp entdeckten Kinder am Tag der offenen Tür, wie es ist, Arzt zu sein.

Was tut man, wenn man irgendwo Schmerzen hat? Man klebt meistens ein Pflaster auf die entsprechende Stelle. Manchmal muss aber auch ein Arzt in den Körper hineinschauen, um dem Patienten zu helfen. Diese Ärzte nennt man Chirurgen. Am Maus-Türöffner-Tag am Montag konnten Kinder in der Helios Ostseeklinik in Damp auch die Aufgaben eines Chirurgen näher kennenlernen.

Damit bei einer Operation keine Keime in den Körper des Patienten gelangen, ist Sauberkeit besonders wichtig. Bevor es also richtig losging zogen die Kinder erst einmal die typische blaue Operations-Kleidung an. Angekommen im Operations-Saal – kurz OP –, konnten sie verschiedene Stationen durchlaufen.

Bei einer Wirbelsäulen-Operation an einem gebastelten Krokodil entfernten die jungen Chirurgen Schokoriegel oder operierten unter der Anleitung von Dr. Helmut Rother Gummibärchen aus einem Knie-Modell. „Da muss man ganz vorsichtig sein!“, weiß Mathilde. Damit die Wunden später auch richtig verheilen können, ist die richtige Nähtechnik wichtig. Zusammen mit Dr. Mauricio Martínez wurden Schnitte in Tüchern vernäht. Das kam einer menschlichen Haut schon ziemlich nahe.

Bei jeder Operation sollte der Chirurg einen kühlen Kopf bewahren. Doch auch ruhige Hände sind gefragt, denn es wird mit sehr feinen Geräten gearbeitet. Dazu gehört zum Beispiel eine kleine Kamera, die am Ende von einem dünnen Stift sitzt. Die Bilder der Kamera werden dann auf einen Bildschirm übertragen.

Gerade eine Operation am Knie kann eine knifflige Angelegenheit werden. Mithilfe von einem winzigen Hautschnitt kann der Arzt die Kamera einführen und in das Knie hineinschauen. Durch einen zweiten Hautschnitt repariert er dann die Schäden. Wenn der Arzt nur zwei ganz kleine Schnitte für eine Knie-Operation benötigt, gelangen nicht so leicht Bakterien in den Körper. Außerdem bleibt nur eine kleine Narbe zurück, die man später kaum erkennen kann. „Habt ihr alle schon Medizin studiert? Ihr könnt sofort anfangen!“ freut sich Dr. Rother.

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erstellt am 05.Okt.2016 | 01:49 Uhr

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