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Kindernachrichten

05. Dezember 2016 | 09:36 Uhr

Kai und Junior: Zwei Seekühe gehen auf Reisen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Tonnenschwere Tiere fliegen in die Karibik

Sie sind die pure Freundlichkeit – Seekühe, auch Manati genannt, gehören nicht zu den schönsten Tieren der Welt, aber zu den freundlichsten. Dabei werden die Kolosse mehrere hundert Kilo schwer. Ursprünglich kommen sie in warmen, glasklaren Flüssen und Küstengewässern vor. Dort verbringen sie die meiste Zeit des Tages mit dem Fressen von Wasserpflanzen. Die Weibchen kümmern sich aufopferungsvoll um ihre eigenen und die Jungen anderer Mütter. Aggressives Verhalten ist Seekühen völlig fremd. Dennoch wurden sie viel gejagt, und darum leben heute viele von ihnen nicht mehr frei, sondern in Zoos.

Kai und Junior zum Beispiel – und die haben sich gerade auf eine lange Reise gemacht: Gestern Morgen starteten sie von ihrem Zuhause – einem Wildpark in Singapur – mit dem Flugzeug in Richtung Karibik. Vor dem Abflug kamen die Tiere in offene Kisten mit dicken Schwämmen. Während der Reise wurden sie regelmäßig mit Wasser besprüht: Die Haut der Tiere muss feucht bleiben. Wenn sie wieder landen, sind sie mehr als 30 Stunden unterwegs gewesen. Dann freuen sie sich sicherlich auf ihre neue Heimat: die Gewässer der Insel-Gruppe Guadeloupe, Tausende Kilometer weit weg. Vor langer Zeit starben die Tiere dort aus. Nun will man sie wieder ansiedeln. Dabei machen verschiedene Zoos mit.

Kai und Junior sind die ersten Seekühe, die nach Guadeloupe geschickt werden. Sie werden in einer geschützten Bucht leben. Mit den Seekühen, die noch folgen, sollen sie Nachwuchs zeugen. Die Kinder werden dann ausgewildert. Vielleicht gibt es also bald wieder Seekühe in freier Wildbahn in Guadeloupe.

Übrigens: Wer in Schleswig-Holstein Seekühe und andere wilde Tiere sehen möchte, kann das beim Green Screen Festival in Eckernförde. Vom 14. bis 16. September zeigen dort wieder die Naturfilmer ihr Können.

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erstellt am 08.Aug.2016 | 15:23 Uhr

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