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Kindernachrichten

10. Dezember 2016 | 08:05 Uhr

Sport : Julias Olympia-Traum am Strand

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Viele Brasilianer lieben Fußball – und Beachvolleyball. In der Stadt Rio de Janeiro gibt es bald beides zu sehen – bei den Olympischen Spielen.

Noch kann Julia hier mit ihrem Skateboard an der Promenade herumkurven. Zusammen mit ihrer Mutter ist sie an einem berühmten Strand unterwegs: der Copacabana in Rio de Janeiro. Das ist eine große Stadt in Brasilien, direkt am Meer.

Ab 5. August wird die ganze Welt auf diesen Ort schauen. Hier finden dieses Jahr die Olympischen Sommerspiele statt. „Ich freue mich riesig darauf“, sagt Julia. Sie ist 13 Jahre alt und lebt in der Stadt. Das Mädchen liebt Sport, vor allem Skateboardfahren und Volleyball. „Ich trainiere hier jeden Mittwoch und Freitag mit meinen Freunden“, sagt Julia.

Bei den Olympischen Spielen gibt es zwei Arten von Volleyball. Die einen Sportler treten in der Halle gegeneinander an, die anderen am Strand. Auf Englisch heißt Strand beach (gesprochen: biitsch). Deshalb heißt die Sportart auch Beachvolleyball.

Beachvolleyball macht Julia weitaus mehr Spaß als Volleyball in der Schule. „Im Sand kann man sich besser bewegen, dazu immer der Blick auf das Meer“, sagt sie. Julias Traum ist es, mal wie ein Profi spielen zu können.

An der Copacabana, nur einen Kilometer von dem Trainingsplatz entfernt, wird gerade mitten im Sand ein riesiges Beachvolleyball-Stadion aufgebaut. 12  000 Menschen können dort die Spiele um Goldmedaillen verfolgen. Nach den Wettbewerben werden die Tribünen wieder abgebaut. Ob Julia ins Stadion gehen wird? „Nein, dafür haben wir leider kein Geld“, sagt sie. „Aber ich werde es mir alles im Fernsehen anschauen.“ Sie hofft darauf, dass ein Team aus Brasilien auf dem ersten Platz landet.

Allerdings gibt es auch Menschen, die gegen Olympia sind. Die Wettbewerbe sind sehr teuer, da viele neue Stadien und eine neue Metrolinie gebaut wurden. Dieses Geld könnte für andere Dinge fehlen, zum Beispiel für Schulen und Krankenhäuser, sagen sie.

Julia freut sich trotzdem auf die ersten Olympischen Spiele in Brasilien. „Das wird sicher ein großes Fest“, glaubt sie. An der Copacabana wird es dann wohl so voll sein, dass Julia mit ihrem Skateboard nicht mehr durchkommt. Aber das ist ihr egal. Vielleicht gewinnt Brasilien dafür ja Gold im Beachvolleyball.

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erstellt am 26.Jul.2016 | 01:58 Uhr

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