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Kindernachrichten

08. Dezember 2016 | 11:02 Uhr

Wissenschaft : Irgendwann wird es der Welt zu heiß

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ohne Sonne gäbe es kein Leben auf der Erde, doch in Milliarden Jahren wird sie alles Leben vernichten.

Sonne und Erde entstanden gleichzeitig – vor etwa 4,6 Milliarden Jahren. Seitdem kreist die Erde in einer festen Bahn um die Sonne herum. Die Sonne liefert uns Wärme und Energie. Ohne sie wäre Leben, wie wir es kennen, auf der Erde nicht möglich.

Allerdings wird die Sonne den Planeten Erde eines Tages auch unbewohnbar machen: Sie wird ihn verbrutzeln. Aber keine Sorge, das passiert erst in sehr, sehr, sehr, sehr ferner Zukunft. Forscher vermuten: In etwa 7 Milliarden Jahren.

Menschen, Tiere und Pflanzen wird es dann ohnehin wohl lange nicht mehr geben. „In etwa 500 Millionen Jahren wird es auf der Erde zu ungemütlich“, sagt Axel M. Quetz. Er ist Mitarbeiter beim Max-Planck-Institut für Astronomie und kennt sich mit Planeten und Sternen super aus. „Bis dahin sollte sich der Mensch besser einen anderen Planeten zum Leben gesucht haben.“ Der Mars zum Beispiel könnte den Menschen vielleicht eines Tages Unterschlupf bieten. Aber was passiert nun mit der Sonne und der Erde?

Die Sonne ist ein riesiger heißer Gasball. Außen ist sie etwa 5500 Grad Celsius heiß. Und sie wird allmählich immer heißer. Sie leuchtet auch immer heller. Dadurch steigt auch die Temperatur auf der Erde.

So wird der Planet über viele Millionen Jahre hinweg langsam unbewohnbar.

Irgendwann schmilzt das Eis an den Polen und auf Grönland. Dadurch steigt der Meeresspiegel erheblich an. Auch die Atmosphäre der Erde verändert sich. Pflanzen können dadurch nicht mehr leben. Das wiederum ist schlecht für andere Lebewesen - die Pflanzen fehlen ihnen als Nahrung. Durch die Hitze wird das Wasser auf der Erde einmal vollständig verdampft sein.

In ihrem Inneren heizt sich die Sonne weiter auf. „Dabei bläht sie sich auf, sie wird zu einem Roten Riesen“, sagt der Experte. Rote Riesen sind alternde Sterne. Sie sind dabei, zu erlöschen. „Man weiß nicht ganz genau, wie groß sie wird. Vielleicht reicht sie irgendwann sogar bis über die Erdbahn hinaus.“ Auf jeden Fall aber wird die Sonne in einigen Milliarden Jahren so groß sein, dass sie einen Großteil des Himmels bedeckt. Gäbe es dann noch Menschen auf der Erde, würden sie beim Blick nach oben kaum noch Himmel sehen.

Auf der Erde ist es dann so heiß, dass selbst das Gestein schmilzt.

Die Erdkruste wird zu einem Meer aus Lava. Irgendwann aber ist die Sonne vermutlich ausgebrannt - sie wird zu einem weißen Zwerg. Dann ist sie wohl nur noch so groß wie die Erde. Und die Erde selbst? Manche Wissenschaftler vermuten, dass der Planet zu diesem Zeitpunkt nur noch als kalter Felskörper übrig ist. Bis dahin ist es aber noch viele Milliarden Jahre hin.

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erstellt am 17.Apr.2016 | 16:00 Uhr

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