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Kindernachrichten

07. Dezember 2016 | 19:30 Uhr

Tiere : Elefanten in Gefahr

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Wilderer machen Jagd auf die Stoßzähne der wunderschönen Tiere.

Meterhohe Türme aus Elfenbein stehen in Flammen. Schwarzer Rauch steigt auf. Solche Bilder sieht man immer wieder, zum Beispiel aus Afrika. Elfenbein ist das Material, aus dem die Stoßzähne von Elefanten bestehen.

Warum das Elfenbein im Feuer landet? Damit mit dem Elfenbein keine verbotenen Geschäfte gemacht werden, erklärt Paul Gathitu. Er arbeitet für die kenianische Naturschutz-Behörde.

Der Handel mit Elfenbein zwischen Ländern ist nämlich schon seit dem Jahr 1989 verboten. Es ist auch nicht erlaubt, Elefanten wegen ihrer Stoßzähne zu töten. Denn schon viel zu viele der grauen Tiere wurden deswegen erlegt. Doch Wilderer halten sich nicht an die Verbote. Das liegt daran, dass manche Menschen für Elfenbein sehr viel Geld bezahlen. Es wird seit Jahrhunderten zu Schmuck, Statuen oder Geschirr verarbeitet.

Um dieses Thema geht es in dieser Woche auf der Artenschutzkonferenz in der Stadt Johannesburg in Südafrika. Dort reden Fachleute aus aller Welt darüber, mit welchen Tieren und Pflanzen gehandelt werden darf.

Mehrere südafrikanische Länder wollen erreichen, dass es ihnen erlaubt ist, Elfenbein in andere Länder zu verkaufen. Sie sagen, dass sich die Elefanten-Bestände in ihren Ländern erholt haben. Das totale Verbot des Elfenbein-Handels aber führe dazu, dass Elefanten unerlaubt von Wilderern getötet werden.

Viele Naturschützer dagegen sind der Ansicht: Ist der Handel erst erlaubt, wird noch mehr gewildert. „Man sieht einem Stoßzahn ja letztlich nicht an, wer den Elefanten getötet hat: Jemand, der das durfte, oder ein Wilderer“, sagt Annette Sperrfechter von der Naturschutz-Organisation Pro Wildlife.

Die meisten afrikanischen Länder sind deswegen für ein komplettes Handels-Verbot mit Elfenbein. Viele Naturschützer sind auch dafür, dass Elfenbein weiterhin verbrannt wird, wenn es gefunden oder bei Wilderern entdeckt wurde.

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erstellt am 27.Sep.2016 | 01:48 Uhr

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