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Kindernachrichten

03. Dezember 2016 | 14:44 Uhr

Mitmachen : Ein Tag unter seltenen Tieren

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Füttern, putzen, kuscheln: Als Tierpfleger können Kinder in der Arche Warder jede Menge erleben.

Luisa, Lia, Mia, Leonie und Ida harken die Pferde- und Maultieräpfel von der Koppel. „Tierpfleger machen echt harte Arbeit“, sagt Mia. Aber das macht der Siebenjährigen nichts aus. Denn diese Arbeit bringt sie ganz nah an die Tiere heran.

Im Tierpark Arche Warder können Kinder von sechs bis zwölf Jahren in den Ferien für einen Tag Tierpfleger sein. Sie arbeiten dort mit seltenen Tieren – nicht Tiger oder Nashörner, sondern gefährdete Rassen von Ziegen, Schweinen, Hühnern, Pferden und vielen weiteren Haustieren. Und bei so vielen Tieren gibt es natürlich auch eine Menge zu tun.

Sophia und Thea füllen die Heunetze auf. Zur Belohnung dürfen die beiden Neunjährigen mit Pferd Ulrike kuscheln – aber nur, bis das Pferde sich wegdreht, denn das ist eine der Regeln im Umgang mit den Tieren: „Auch Tiere brauchen ihre Ruhe“, sagen die Betreuer, die die Kinder an ihrem Tierpflegertag begleiten. Man soll die Tiere nicht bedrängen oder unnötig festhalten. Sonst kann es auch mal passieren, dass ein Pferd zuschnappt.

Die jungen Tierpfleger lernen viel an diesem Tag. Auch, dass sie sich Ulrike und ihren Mitbewohnern nur von vorne nähern dürfen, weil die Tiere sie sonst nicht sehen könnten und Angst bekommen. Deshalb muss man auch immer einen großen Bogen machen, wenn man um die Pferde hinten herumgeht.

Manche Tiere sind aber den Umgang mit den Menschen so sehr gewohnt, dass sie fast alles mitmachen. Lönne darf das Tiroler Steinschaf Elsa an die Leine nehmen und mit ihm durch den Tierpark spazieren. Elsa und das Bentheimer Landschaf Nicki sind nämlich von Hand aufgezogen und deshalb besonders zahm. Wenn sie nicht gerade in den Ferien in der Arche sind, leben sie in einem Kieler Kindergarten.

Am Wegesrand halten die beiden Schafe immer wieder an, um Gras zu fressen, das sie offenbar viel leckerer finden als das auf ihrer Weide. Auch Tiere mögen halt gern mal etwas anderes fressen. Fast überall, wo die Kinder vorbeikommen, laufen die Tiere an den Zaun heran. Klar, denn sie kennen den Bollerwagen, den die Kinder hinter sich herziehen und der mit leckeren Dingen gefüllt ist.

Die jungen Tierpfleger müssen aber genau darauf achten, das richtige Futter auszuwählen. Jonte nimmt eine Hand voll Schafschrot und hält sie dem kleinen, schwarzen Ouessantschaf hin. Der sechsjährige Islam greift zu den Salatblättern, als sie die Lockengänse füttern. Und Äpfel gibt es für die Angler Sattelschweine, Mangalitza und die Turopolje-Schweine. Diese seltenen Tiere schwimmen dafür sogar bis in die Mitte des Gänseteiches, denn sie stammen aus einer Flusslandschaft in Kroatien und können sogar nach Wasserpflanzen und Muscheln tauchen.

Wenn alle Tiere gefüttert sind, machen die Kinder eine Mittagspause mit ihren selbst mitgebrachten Lunchpaketen. Danach putzen sie die Ponys und jeder darf auch eine Runde reiten.

Am Ende geht es ins Steinzeitdorf der Arche Warder. Ob sie mit dem Bogen schießen, Wolle filzen oder Speere bauen dürfen die Kinder selbst entscheiden. Und am Lagerfeuer können sie auch Stockbrot backen. Das ist eine gute Belohnung nach einem langen Tag als Tierpfleger. > Für den Tierpflegetag in der Arche Warder musst du dich vorher anmelden. Er kostet 20 Euro. www.arche-warder.de

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von
erstellt am 22.Aug.2016 | 01:50 Uhr

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