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Kindernachrichten

05. Dezember 2016 | 01:34 Uhr

Tiere : Die Tricks der Insekten im Winter

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Wir Menschen machen es uns in warmen Häusern gemütlich, wenn es draußen kalt wird. Aber was machen eigentlich die Tiere?

Sie summen, brummen und krabbeln herum – von den ersten Sonnenstrahlen im Frühling bis in die späten Sommertage. Die vielen Käfer, Bienen, Ameisen und Falter sieht man überall, solange es warm ist. Wenn es kälter wird, verschwinden die meisten von ihnen plötzlich. Wohin nur?

Wenn draußen in der Natur nichts mehr grünt und blüht, gibt es für viele Insekten nichts mehr zu tun, erklärt Manuel Pützstück. Er kennt sich mit Insekten gut aus. Die kleinen Tiere finden draußen keine Nahrung mehr. „Außerdem sind Insekten keine gleichwarmen Tiere“, sagt der Experte.

Bei gleichwarmen Tieren sorgt der Körper dafür, dass seine Temperatur immer weitgehend gleich bleibt. Bei Insekten ist das anders. Sie sind wechselwarm. Das heißt: Ihre Körpertemperatur hängt stark davon ab, wie warm oder kalt es ist.

Darum haben Insekten sich ein paar Tricks einfallen lassen, um die kalte Jahreszeit zu überstehen. Viele Tiere verstecken sich dort, wo sie vor Kälte und Fressfeinden geschützt sind. Etwa in Löchern und Spalten, in Halmen oder Mauerritzen. Marienkäfer kuscheln sich im Winter gern in größeren Gruppen zusammen. Schau doch mal nach, ob du welche in der Ecke eines Fensters oder einer Tür entdeckst.

Ameisen, die Hügel bauen, verziehen sich in ihrem Nest tiefer in den Boden. Sie bewegen sich dann so wenig wie möglich. Erst wenn die Temperaturen steigen, werden die Tiere wieder munter und krabbeln nach draußen.

Gegen die Kälte sind viele Insekten also gut gewappnet. Es gibt aber auch Insekten, die sterben, wenn die kalte Jahreszeit beginnt.

Bei den Hummeln und Wespen überleben nur die Jung-Königinnen in einem Winter-Versteck. Sie haben sich zuvor mit männlichen Tieren gepaart, die dann sterben. Hummeln vergraben sich meist im Boden.

Wespen verstecken sich in Mauerlöchern, Rindenspalten, Holzstapeln oder auch im Moos.

Libellenkinder allein zu Hause

Bei fast allen Libellen-Arten, die bei uns vorkommen, leben die erwachsenen Tiere im Winter nicht mehr. Die Weibchen haben vor ihrem Tod aber Eier im Wasser abgelegt. Die Jungen verbringen die kalten Monate dann als Larven unter Wasser. Die meisten heimischen Schmetterlings-Arten verbringen als Ei, Raupe oder Puppe den Winter. Sie sind zum Beispiel an Pflanzenteile angeheftet. Aus ihnen entwickeln sich dann im Frühling oder Sommer Schmetterlinge. Nur wenige Schmetterlinge verbringen den Winter als Falter. Das Tagpfauenauge sucht sich ein geschütztes Versteck, zum Beispiel in einer Höhle.

 

 

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erstellt am 01.Dez.2016 | 03:12 Uhr

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