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Kindernachrichten

04. Dezember 2016 | 11:11 Uhr

Wettbewerb : Die kreative „Ökogang“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Schmetterlingsmobil fährt nur durch die Kraft der Sonne und hat es bis ins deutsche Solarcup-Finale geschafft.

Nicht besonders schnell, aber dafür umweltfreundlich: Das Solarmobil, das Lara (12), Nika (12) und Lia (12) designt und gebaut haben, ist komplett aus wiederverwerteten und recycelbaren Sachen. Die drei Mädchen haben beim Solarcup mitgemacht und sich sogar für den Bundeswettbewerb in Wolfsburg qualifiziert. Der Solarcup findet dieses Jahr zum achten Mal statt und wurde in Glücksburg vom Umweltzentrum Artefact organisiert. Kinder und Jugendliche können dabei in unterschiedlichen Altersklassen und Kategorien ihre Ideen zum Thema Solarenergie präsentieren und werden von einer Jury bewertet.

„Unsere Physiklehrerin hatte uns davon erzählt, und wir wollten es gerne versuchen“, sagt Lara. Das entstandene Fahrzeug ist ein Schmetterling mit Solarplatten auf den Flügeln, der auf einer blattförmigen, grünen Wiese sitzt. „Wir fanden einen Schmetterling schön, weil es ein Tier ist, das nur in einem gesunden Umfeld überleben kann, und haben versucht, seine Lieblingswelt nachzubauen“, erklärt Nika. „Die Windräder und der aufgemalte Fluss sind ein Zeichen für Wind- und Wasserenergie, also andere Naturstromquellen. Wir sind gegen Atomkraft, sie schadet nur der Umwelt.“ Außerdem haben die Mädchen kleine Kressefelder auf ihrem Solarmobil gepflanzt. „Kresse ist leicht zu pflegen und wächst gut. Sie steht für die Photosynthese“, sagt Lia. Photosynthese nennt man den Vorgang, bei dem Pflanzen einen Stoff aus der Luft, Kohlendioxid (CO2), in Sauerstoff umwandeln. Menschen atmen Sauerstoff ein und Kohlendioxid wieder aus.

Für den Bau des Solarschmetterlings haben die Mädchen kein Plastik oder andere Kunststoffe verwendet, es besteht hauptsächlich aus Holz und Papier. Nur die schon gebrauchten Solarplatten und der Motor sind aus anderen Stoffen. Nika zeigt, wie der Antrieb funktioniert: „Das Licht wird durch die Solarplatten in Strom umgewandelt und zum Motor geleitet. Der ist über eine Schraube und ein Zahnrad mit den Hinterrädern verbunden und treibt sie an. Dadurch bewegen sich die vorderen Räder automatisch mit.“ Diesen Gedanken umzusetzen war gar nicht so einfach, und sogar drei Tage vor dem Wettbewerb mussten sie noch Notfallreparaturen vornehmen, weil der Motor nicht richtig funktionierte. Zum Glück hat am Ende alles geklappt, und der fahrende Schmetterling konnte ohne Schwierigkeiten das Ziel erreichen, nachdem er eine Strecke von stolzen zehn Metern bewältigt hat.

Die Mädchen, die sich den Namen „Ökogang“ gegeben haben, sind schon sehr gespannt auf den Bundeswettbewerb. Sie planen, auch im nächsten Jahr wieder teilzunehmen. „Dann wollen wir versuchen, ein Schiff mit Solarantrieb zu bauen“, verrät uns Lara.

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erstellt am 22.Sep.2016 | 01:02 Uhr

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