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Kindernachrichten

03. Dezember 2016 | 20:51 Uhr

Sport : Die Hüter des Sandplatzes

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Fabian Krüger und seine Kollegen bereiten in Hamburg Tennisplätze für ein großes Turnier vor.

Auf solchen Plätzen haben viele Tennis-Spieler ihre ersten Schläge gemacht. Die Schuhe sind hinterher genauso rot wie der Boden. Manchmal wirbelt Staub auf, wenn der Ball auftippt. Die einen nennen sie Ascheplätze, andere sprechen von Sandplätzen.

Dabei passen diese Namen eigentlich gar nicht so gut. „Das sieht vielleicht aus wie Sand, ist aber keiner“, sagt Fachmann Fabian Krüger und lacht. Auch mit Asche haben die Plätze nichts zu tun.

Tatsächlich spielen die Spieler auf gemahlenen Ziegeln. Diese geben den Plätzen auch die typische rote Farbe. Die Ziegel sind aber nicht von irgendwelchen Häusern heruntergefallen. Sie werden extra für Tennisplätze hergestellt und zermahlen.

Fabian und sein Team kümmern sich um solche Tennisplätze. Aber nicht um irgendwelche! Sie sind unter anderem für die Plätze eines besonderen Turniers zuständig. Es heißt German Open (gesprochen: dschörmän opän) und gehört zu den größeren Tennis-Turnieren in Deutschland.

Ein Mal im Jahr treten dort in Hamburg Tennis-Profis aus aller Welt gegeneinander an. Am Sonnabend geht es los. Vorher haben Fabian und seine Kollegen jede Menge zu tun. Sie machen die Felder für das Turnier bereit. „Um die Plätze perfekt für das Turnier vorzubereiten, müssen mehrere Schritte durchgeführt werden“, erklärt Fabian. Zunächst ziehen die Fachleute den Platz mit einer Art Netz ab. So werden all die kleinen groben Körner von der Oberfläche entfernt.

Anschließend müssen Fabian und sein Team den Platz einschlämmen. Was das heißt? Fabian und seine Kollegen bespritzen den Platz mit Wasser.

Als Nächstes ziehen sie ihn mit einem Gummihobel ab. Dieses Gerät sieht in etwa so aus wie im Schwimmbad, wenn der Bademeister feuchte Stellen mit einem Wasserschieber trocknet.

Nach und nach werden so alle kleinen Unebenheiten ausgebessert und kleine Löcher gestopft. Am Ende soll der Platz möglichst glatt sein. „Je mehr Körner oben aufliegen, desto langsamer wird der Ball“, erklärt Fabian. Zum Schluss rollen die Fachleute noch einmal mit einer schweren Walze über den Platz.

Auch während des Turniers kümmern sich die Experten morgens um den Platz. „Die Top-Spieler haben da einen besonders hohen Anspruch“, sagt Fabian.

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erstellt am 06.Jul.2016 | 01:16 Uhr

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