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Politik : Die einen jubeln, die anderen sind traurig

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mit der Volksabstimmung in der Türkei bekommt der Regierungschef sehr viel Macht.

Wie geht es jetzt weiter in der Türkei? Das fragen sich gerade viele Leute. Denn in dem Land wird sich sehr viel verändern. Das entschieden die Bürger des Landes bei einem Referendum.

Bei dieser großen Abstimmung ging es darum, neue wichtige Regeln im Land einzuführen. Diese sorgen vor allem dafür, dass der Präsident des Landes künftig viel mehr Macht bekommt. Der Präsident heißt Recep Tayyip Erdogan.

Millionen Türken hatten darüber abgestimmt, ob sie das wollen oder nicht. Etwas mehr als die Hälfte aller Wähler sagten: Ja, das wollen wir so. Fans von Präsident Erdogan freuten sich darüber riesig. Sie vertrauen ihm und glauben, dass die neuen Regeln gut für das Land sind. Sie fuhren durch die Straßen in der Türkei, jubelten und schwenkten die Flagge des Landes. Recep Tayyip Erdogan selbst sagte nach der Abstimmung: „Das ist ein Sieg der ganzen Türkei.“

Eine Menge Menschen sind aber auch ziemlich unglücklich. Sie finden: Es ist nicht gut, wenn ein Mann in einem Land mehr oder weniger allein regiert. Wer soll ihn stoppen, wenn er falsche Entscheidungen trifft? Erdogans Gegner in der Türkei wollen überprüfen lassen, ob bei der Wahl alles korrekt ablief.

Fachleute aus anderen Ländern hatten die Wahl bereits genau beobachtet. Sie sagten gestern: Ganz fair sei das Referendum nicht abgelaufen. Die Wähler seien einseitig über die neuen Regeln informiert worden, vor allem von den Unterstützern Erdogans.

Auch viele Politiker in Deutschland finden den Ausgang der Wahl nicht gut. Manche sagten: Wir müssen gut überlegen, wie wir in Zukunft mit der türkischen Regierung zusammenarbeiten. Ein Chef der Partei „Die Grünen“ sagte etwa: „Ein ,Weiter so‘ kann es jedenfalls nicht geben.“

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erstellt am 17.Apr.2017 | 19:13 Uhr

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