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Kindernachrichten

11. Dezember 2016 | 09:04 Uhr

Weihnachten : Das Schönste zur Weihnachtszeit: Besuch und Geschenke

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

In Norwegen wird zu „grøt og gløgg“ eingeladen. Das bedeutet Milchreis und Punsch.

Im Haus von Celina Luqmann in Son in Norwegen duftet es nach Milchreis und Pfefferkuchen. Die Stube ist voller Menschen, denn ihre Eltern haben Freunde und Verwandte zu „grøt og gløgg“ eingeladen. Das ist Norwegisch und bedeutet Milchreis und Punsch. Celinas Familie hat gern Gäste; jedes Jahr, kurz vor Weihnachten, lädt sie zu sich ein. „Das ist doch das Schönste an Weihnachten“, sagt die 11-Jährige. „Besuch bekommen und Geschenke kriegen.“ Dass Celina Weihnachten feiert, ist nicht selbstverständlich. Denn ihre Familie ist muslimisch und Muslime feiern in der Regel kein Weihnachten. Doch ihr Vater fand das gemein.

Als er im Alter von vier Jahren mit seiner Familie von Pakistan nach Norwegen kam, war er traurig: Er war das einzige Kind im Kindergarten, das nichts vom Weihnachtsmann bekam. „Durch die Fenster habe ich gesehen, wie die anderen Familien den Baum schmückten und so gemütlich zusammen waren“, erzählt der Papa von Celina. „Da habe ich meine Eltern überredet, dass wir das auch so machen.“ Celina ist ihrem Vater dankbar dafür, für sie ist die Weihnachtszeit die schönste des Jahres. Das Haus wird mit Sternen, Kerzen, roten Bändern und goldenen Engeln geschmückt. Und alle Freunde kommen zum Backen von „pepperkake“ zu Besuch, So nennt man Kekse, die man aus einem besonderen braunen Teig aussticht.

Am 13. Dezember ist das Luciafest. Da ziehen sich alle Kinder ein weißes Gewand über. In der Schule und im Kindergarten gibt es einen Umzug und vorweg geht ein Mädchen oder Junge mit einem Lichterkranz auf dem Kopf. Dann bekommen alle Kinder „lussekatter“. Das Gebäck ist wie ein S geformt und schmeckt ein bisschen wie ein Rosinenbrötchen.

In Norwegen heißt der Weihnachtsmann „Julenisse“. Er ist der Legende nach eine Art Wichtelmännchen, das in der Scheune lebt und auf die Tiere Acht gibt. Am Weihnachtsabend stellt man ihm als Dankeschön eine Schale „grøt“ mit viel Zimt und Zucker vor die Tür. Vergisst man das, kann der Julenisse ganz schön sauer werden und einem böse Streiche spielen.

Celina wünscht sich farbigen Sand, aus dem man Dinge formen kann. „Wenn ich am 24. Dezember morgens aufwache, möchte ich am liebsten alle Geschenke sofort auspacken“, sagt sie. Aber das geht nicht. Die Mama von Celina gibt den Mädchen aber eines der Pakete, das sie schon am Morgen öffnen dürfen. Um sich gegenseitig „Frohe Weihnachten“ zu wünschen, sagen die Menschen in Norwegen: „God jul“.

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erstellt am 02.Dez.2016 | 03:25 Uhr

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