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Zisch - Zeitung in der Schule

10. Dezember 2016 | 13:57 Uhr

iPad-Wettbewerb : Schule 2.0 – Jetzt wird’s digital

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Neue Medien sind für Lehrer und Schüler Chance und Herausforderung zugleich. 25 iPads für Schulklasse im Kreis Pinneberg zu gewinnen.

Pinneberg | Noch ein paar Mal mit dem Finger über das Tablet wischen und schon ist die Präsentation fertig. Dann kann es ja mit dem Smartphone nach draußen gehen, um die Entdeckertour im Bio-Unterricht fortzusetzen. Die Fotos werden anschließend aufs interaktive Whiteboard übertragen und mit der ganzen Klasse geteilt. Die digitale Welt erhält immer weiter Einzug in die Schulen des Landes. Auch im Kreis Pinneberg nimmt die Digitalisierung seit ein paar Jahren deutlich an Fahrt auf, meint Adelia Schuldt, Schulrätin des Kreises. Doch von Schule zu Schule sei der Stand der Ausstattung noch sehr unterschiedlich. Initiativen wie der iPad-Wettbewerb des A.Beig.Verlags und der Sparkasse Südholstein sollen dabei unterstützen.

„In einer Welt, in der international über digitale Medien kommuniziert wird, müssen Schüler frühzeitig lernen, mit diesen Medien umzugehen“, ist die Schulrätin überzeugt – sinnvoll und kritisch zugleich. Neben der Medienkompetenz gehe es dabei auch um Didaktik. Schuldt: „Mithilfe von Internet, Tablet und interaktiven Whiteboards kann die Welt in die Schulen geholt werden. Damit werden aktuelle Unterrichtsinhalte leichter visualisiert und schneller greifbarer.“

Zugleich würden Schüler durch den Einsatz von Tablets, Smartphones und Co. motivierter an Aufgaben herangehen. Die neuen Möglichkeiten würden den Unterricht bunter und vielfältiger machen. „Auf lange Sicht wird das aber einer Normalität weichen“, meint Schuldt.

Auch im Bildungsministerium setzt man auf die digitale Welt. Der bildungspolitische Schwerpunkt lautet daher auch „Lernen mit neuen Medien“. Gleichzeitig sehe man in Kiel auch die wachsenden Anforderungen. „Unsere Schulen stehen vor großen Herausforderungen. Kinder und Jugendliche müssen möglichst gut auf das Leben in einer digitalen Welt vorbereitet werden, damit sie an der Wissensgesellschaft teilhaben und selbstständig digital lernen und arbeiten können“, sagt Bildungsministerin Britta Ernst (SPD).

Der Stand der Digitalisierung im Kreis Pinneberg sei nach Auffassung des Schulrats noch sehr unterschiedlich. Zum einen müsse sich das Lehrerkollegium einer großen Veränderung in der Unterrichtsentwicklung gemeinsam stellen und zum anderen stünden finanziell weniger gut gestellte Schulen vor einem Anschaffungsproblem.

Als positives Beispiel nennt Adelia Schuldt die Hermann-Löns-Grundschule in Ellerbek, an der es schon heute keine klassischen Schultafeln mehr gebe. „Ein begeisterndes Beispiel, von dem wir uns erhoffen, dass es andere Schulen ansteckt.“

Unterstützung bei der digitalen Ausstattung gibt es unter anderem vom Ministerium und dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH). Mit dem Wettbewerb „Modellschulen für digitales Lernen“ erhielt auch die Grundschule eine Anschubsfinanzierung sowie zusätzliche Hilfe durch den Schulträger. Doch auch Unternehmen vor Ort haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Schulen auf dem Weg in die digitale Welt zu begleiten und zu unterstützen. So auch der A.Beig-Verlag, zu dem auch das Pinneberger Tageblatt gehört.

Zeitungsverlag unterstützt Schulen

Der Zeitungsverlag fördert seit Jahren die Medienkompetenzen von Kindern und Jugendlichen in Schleswig-Holstein – sowohl analog als auch digital. Bei dem Projekt iPad-Klasse zum Beispiel setzen sich die Schüler mit der digitalen Zeitung auseinander. Natürlich geht es dabei auch um einen sicheren Umgang mit dem Internet und die Gefahren, die es mit sich bringt. „Wir als regionaler Zeitungsverlag wollen mit unseren journalistischen Kompetenzen die Schulen im Land auf dem Weg in die digitale Zukunft unterstützen“, sagt Georg Konstantinow, Projektleiter Jugend, Bildung und Medien beim A.Beig-Verlag.

Der sichere Umgang mit dem Internet gehört längst zum journalistischen Handwerk. In den Weiten des Netzes die wirklich wichtigen Informationen finden und diese auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen – das ist Tagesgeschäft in den Redaktionen des Landes. Schüler stehen vor ähnlichen Situationen, wenn sie für ihre Hausaufgaben oder Workshops recherchieren sollen. Sie müssen lernen, die Quellen nach ihrer Glaubwürdigkeit beurteilen zu können. Der Verlag möchte hierbei seinen Beitrag leisten und die Schulen unterstützen.


25 iPads für Schule zu gewinnen

Mit einer ganz neuen Initiative – dem iPad-Schulwettbewerb – möchte der Zeitungsverlag gemeinsam mit der Sparkasse Südholstein einer Schule im Kreis Pinneberg den Zugang und die Nutzung neuer Medien erleichtern. Die Gewinner-Klasse kann dabei 25 iPads für den Unterricht bekommen. Dabei soll zu erkennen sein, wie die Schule das Gerät konkret im Alltag einsetzen würde. „Mitmachen lohnt sich. Wir freuen uns über jede Bewerbung“, so Konstantinow.

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erstellt am 20.Sep.2016 | 01:00 Uhr

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