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Deutschland & Welt

04. Dezember 2016 | 15:16 Uhr

Unfall am Flughafen Heathrow : Drohne kollidiert in London mit Flugzeug

vom

Eine Drohne soll beim Landeanflug gegen einen Airbus geprallt sein - 137 Menschen waren an Bord.

London | Bei einem Landeanflug auf den Flughafen London-Heathrow ist eine Passagiermaschine laut Medienberichten am Sonntag wohl mit einer Drohne zusammengestoßen. An Bord des Flugzeugs von British Airways seien 137 Menschen gewesen, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Sowohl Fluggäste als auch Besatzung hätten den Zwischenfall unbeschadet überstanden.

Der Verkauf von unbemannten Fluggeräten wie Drohnen geht in die Höhe. Und die deutsche Flugsicherheit warnt immer wieder vor Gefahren für den Luftverkehr. Auflagen gibt es reichlich, so ist etwa das Fliegen mit Drohnen am Flughafen innerhalb eines Abstandes von 1,5 Kilometern vom Flughafenzaun verboten.

Das Flugzeug in London-Heathrow habe noch sicher landen können, teilte die Londoner Polizei mit. Der Pilot habe die Behörden informiert, dass ein Objekt - vermutlich eine Drohne - gegen den vorderen Teil des Flugzeugs geprallt sei. Der Airbus A320 wurde nach der Landung überprüft, Schäden seien aber nicht festgestellt worden, hieß es von der Fluggesellschaft. Noch ist nicht klar, woher die Drohne genau kam.

Britische Flugexperten fordern nun strengere Regeln. „Angesichts der großen Zahl an Drohnen, die von Amateuren gesteuert werden, war es nur eine Frage der Zeit, bis es zu einem Zusammenstoß kommen würde“, sagte Steve Landells, Flugsicherheitsexperte der Pilotenvereinigung von British Airlines, am Montag. Eine bessere Aufklärung der Drohnenpiloten und strengere Regeln seien notwendig, um die Sicherheit am Himmel zu gewährleisten.

Ein Pilot von British Airways hatte berichtet, seine Maschine sei beim Landeanflug auf den Londoner Flughafen Heathrow am Sonntag mit einer Drohne zusammengestoßen. Der Airbus A320 mit 137 Menschen an Bord konnte sicher gelandet werden und wurde nach einer Überprüfung für den nächsten Flug freigegeben. Die Maschine war aus Genf gekommen. Die Polizei ermittelt, zu Details wollte sie sich vorerst nicht äußern.

Beinahe-Unfälle zwischen Drohnen und Flugzeugen häuften sich in der Vergangenheit - zuletzt gab es einen Vorfall  auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle. Zu den Unfällen kommt es meist, weil Vorschriften missachtet wurden. Das passiert vermehrt. Was beim Drohnen fliegen erlaubt ist und was nicht, zeigt unser Ratgebervideo.

Probleme mit Drohnen gibt es auch in Schleswig-Holstein. Wie zum Beispiel in Schenefeld. Anwohner fühlen sich gestört vom „Dauersurren“ - und sehen ihre Privatsphäre gefährdet. Die Geschichte lesen Sie hier.

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erstellt am 18.Apr.2016 | 10:42 Uhr

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