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Deutschland & Welt

09. Dezember 2016 | 22:26 Uhr

Nachrichtenüberblick : dpa-Nachrichtenüberblick Politik

vom

Türkische Regierung: Putschversuch von Streitkräften abgewendet

Istanbul (dpa) - In der Türkei ist ein Putschversuch von Streitkräften gegen Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan nach Angaben der Regierung abgewendet worden. Die Situation sei weitgehend unter Kontrolle, sagte der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim am frühen Morgen. Mehr als 120 Putschisten seien festgenommen worden. Es gab Berichte über Tote und Verletzte sowie schwere Explosionen in Istanbul und Ankara. Auch im Morgengrauen waren in Istanbul noch Schüsse und Explosionen zu hören. Staatspräsident Erdogan sagte, bei den Putschisten handele es sich um eine Minderheit in den Streitkräften.

EU-Staaten unterstützen «demokratisch gewählte Regierung» in Türkei

Ulan Bator (dpa) - Die Europäische Union steht voll hinter der demokratisch gewählten Regierung in der Türkei. «Wir rufen zu einer schnellen Rückkehr zur verfassungsmäßigen Ordnung auf», hieß es am Rande des Asien-Europa-Gipfels in Ulan Bator in einer gemeinsamen Erklärung von EU-Ratspräsident Donald Tusk, EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini im Namen aller 28 EU-Staaten. «Die Türkei ist ein wichtiger Partner der EU», erklärten sie weiter. Die EU unterstützt voll die demokratisch gewählte Regierung.

Putschversuch in der Türkei - Obama ruft zu Gewaltverzicht auf

Washington (dpa) - US-Präsident Barack Obama hat angesichts des Putschversuches in der Türkei alle Parteien dazu aufgerufen, die demokratisch gewählte Regierung des Landes zu unterstützen. Gewalt und Blutvergießen müssten vermieden werden, hieß es in einer Mitteilung des Weißen Hauses. Obama hatte zuvor mit seinem Außenminister John Kerry telefoniert, der sich derzeit in Moskau aufhält.

Auswärtiges Amt rät Deutschen in Türkei zu «äußerster Vorsicht»

Berlin (dpa) - Wegen des Putschversuches in der Türkei rät das Auswärtige Amt allen Deutschen in der Hauptstadt Ankara und in Istanbul zu «äußerster Vorsicht». «Bei unklarer Lage wird geraten, Wohnungen und Hotels im Zweifel nicht zu verlassen», sagte eine Sprecherin in der Nacht. Touristen und Geschäftsreisenden wurde empfohlen, Kontakt mit ihrem Reiseveranstalter oder ihrer Fluglinie aufzunehmen.

Airlines streichen Türkei-Flüge - Tui beruft Krisenstab ein

Istanbul (dpa) - Nach dem Putschversuch in der Türkei haben mehrere Fluggesellschaften ihre Türkei-Flüge gestrichen. Die Lufthansa, Eurowings und Air Berlin sagten in der Nacht Flüge aus dem Land und in das Land hinein ab. Aufgrund des Putschversuchs in der Türkei hat der deutsche Reiseveranstalter Tui einen Krisenstab einberufen. Dies sagte eine Tui-Sprecherin. Kunden, die in den nächsten Stunden in die Türkei fliegen wollten, könnten kostenlos ihre Reise stornieren. Die Abflugschalter seien entsprechend informiert worden.

Nach Anschlag von Nizza Suche nach dem Tatmotiv

Nizza (dpa) - Nach dem Anschlag von Nizza mit mindestens 84 Toten und über 200 Verletzten suchen die französischen Ermittler nach den Hintergründen der Bluttat. Unklar ist, ob es sich um einen Einzeltäter handelt oder ob er zu der Tat von jemand angestiftet wurde. Nach Aussage seines Vaters war der zum Zeitpunkt seines Todes am Donnerstagabend 31 Jahre alte Tunesier in seiner Jugend wegen psychischer Probleme ärztlich behandelt worden. Premierminister Manuel Valls zeigte sich überzeugt, dass er ein organisierter Islamist war, auch wenn die Ermittlungen dies noch nicht bestätigt hätten.

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erstellt am 16.Jul.2016 | 05:05 Uhr

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