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26. Februar 2017 | 15:54 Uhr

Technik : Tiefe Töne fürs Hochgefühl: Kein Heimkino ohne Subwoofer

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Große Bilder sind im Heimkino dank Beamer und Flat-TVs schon lange kein Problem mehr. Doch die Blockbuster machen erst so richtig Spaß, wenn auch der Sound richtig zur Geltung kommt, und die Bässe wummern. Voraussetzung dafür ist ein Subwoofer.

«Auch beim Musikhören können Subwoofer je nach Musikrichtung den Genuss erheblich steigern und dem jeweiligen Musikstück ein unaufdringliches, jedoch spürbar das Volumen verbesserndes Fundament mitgeben», erklärt Carsten Rampacher vom Onlinedienst «Area DVD».

Grundsätzlich unterscheidet man aktive und passive Subwoofer. Die aktiven Modelle verfügen über einen integrierten Verstärker und haben sich im Privatgebrauch durchgesetzt. Sie sind sowohl mit einem Stereolautsprecher-Paar als auch mit einem kompletten Heimkino-Set kombinierbar. Tiefton-Lautsprecher sind für die Wiedergabe tieffrequenter Schallschwingungen von 20 bis etwa 200 Hertz optimiert. «Ein oder zwei Subwoofer können den Musik- oder Filmgenuss erheblich steigern - vorausgesetzt, sie wurden fachgerecht kalibriert und auf die raumakustischen Verhältnisse und das Zusammenspiel mit den normalen Breitbandlautsprechern abgestimmt», sagt Rampacher.

Beim Filmton stellten Subwoofer schon fast ein Muss dar - schließlich sehen die Raumklangformate Dolby Digital und DTS einen eigenen Kanal für die Wiedergabe tieffrequenter Effekte vor. Carsten Rampacher rät Home-Cineasten deshalb, für diesen frequenzlimitierten Kanal einen leistungsstarken aktiven Subwoofer einzusetzen. Beim Kauf eines Lautsprecher-Pakets ist häufig ein abgestimmter Subwoofer dabei.

Wer einen Tieftöner separat kauft, sollte zum einen auf ein möglichst massives, schweres Gehäuse achten, um Eigengeräusche zu vermeiden, und zum anderen möglichst auf sogenannte höhenverstellbare und fest verankerte Spikes, um das Gehäuse akustisch vom Boden zu entkoppeln. Zudem empfiehlt der Experte ein Tiefton-Chassis mit mindestens 25 Zentimetern Durchmesser. In kleineren Räumen oder wenn selten Zimmerlautstärke überschritten wird, genügen auch kleinere Chassis.

Neben einer möglichst hohen Wattzahl muss bei der Auswahl des Subwoofers auf stufenlose Pegel- und Phasenregler geachtet werden. «Auch der Einstellregler für die Übergangsfrequenz sollte stufenlos sein und mit einem möglichst niedrigen Wert beginnen», weiß Rampacher. «Eine niedrige Übergangsfrequenz ermöglicht eine größere Flexibilität, wenn man mit zwei Subwoofern arbeitet.» Durch die leichtere räumliche Integration, die höhere Impulstreue und die homogenere Bassausbreitung stellten zwei Subwoofer eine echte Alternative zu lediglich einem Tieftöner dar.

Für die besten Ergebnisse wird der Subwoofer per Cinch-Kabel über den Vorverstärkerausgang oder die Subwoofer-Buchse des AV-Receivers angeschlossen. Sind nur Lautsprecherklemmen und kein Subwooferausgang vorhanden, dockt man die Tieftonbox parallel zu den vorhandenen Lautsprechern an, entweder am selben oder an einem neuen Klemmenpaar. Im ersten Schritt wird die Übergangsfrequenz eingestellt. Das ist der Bereich, in dem der Subwoofer den Lautsprechern die Arbeit abnimmt. Hier hilft ein Blick in die Frontlautsprecher-Daten: Die untere Angabe des Frequenzgangs entspricht ungefähr der Übergangsfrequenz.

Entscheidend dafür, wie gut der Subwoofer klingt, ist dessen Platzierung im Raum. «Je nach Abstand zur Wand erzeugt die Überlagerung aus Direktschall und erster Wandreflexion einen Kammfiltereffekt, da sie sich je nach Wellenlänge konstruktiv oder destruktiv überlagern», erklärt Tim Ziemer vom «Chip»-Magazin. In der Zimmerecke hat der Tieftöner nichts zu suchen, da hier der Bass schnell zu dröhnen beginnt. Zwischen den Frontboxen ist der Subwoofer am besten aufgehoben. Um den idealen Aufstellort zu finden, sollte man am Boden unterschiedliche Positionen ausprobieren: Dort, wo die Bässe am kräftigsten klingen, gehört der Subwoofer hin.

Tieftonbox und Lautsprecher lassen sich am besten ausreizen, wenn Wohnzimmer oder Hobbykeller auch klanglich optimiert sind. Dazu sollte man die Räume näher unter die Lupe nehmen. «Je mehr harte, reflektierende Flächen wie Stein, Beton, Parkett oder Glas in einem Raum offen zu sehen sind, desto stärker wird der Raum auch hallen», sagt Malte Ruhnke, Chefredakteur der Fachzeitschrift «Stereoplay». Durch einfaches Klatschen kann man die Nachhallzeit selbst ermitteln. Polstermöbel, Teppiche, Vorhänge, abgehängte Stoffbahnen sowie offene, gefüllte Bücherregale helfen dabei, den Schall zumindest in bestimmten Frequenzbereichen zu absorbieren.

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erstellt am 14.Jul.2016 | 05:00 Uhr

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