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Computer

25. September 2016 | 10:49 Uhr

Wegen rechtlicher Bedenken : Microsoft mit Cloud-Diensten aus deutschen Rechenzentren

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Viele Unternehmen in Deutschland dürfen Cloud-Dienste aus den USA aus rechtlichen Gründen nicht nutzen. Mit einem Treuhänder-Konzept und Rechenzentren in Magdeburg und Frankfurt startet Microsoft nun ein Angebot, bei dem rechtliche Bedenken keine Rolle mehr spielen sollen.

Microsoft hat heute für Geschäftskunden in Europa ein Paket von Cloud-Diensten gestartet, mit dem rechtliche Vorbehalte gegen die Nutzung aus dem Weg geräumt werden sollen.

Unter dem Namen «Azure Deutschland» offeriert der Software-Konzern nicht nur Rechenleistungen und eine Speicherung von Daten im Internet an, sondern komplette IT-Plattformen sowie Dienste für das «Internet der Dinge». Die Rechenzentren stehen in Frankfurt am Main und bei Magdeburg.

Neu ist ein Treuhänder-Konzept, das verhindern soll, dass die US-Justiz unmittelbar auf die Daten zugreifen kann. Der Zugang zu den Kundendaten liegt bei T-Systems International: Ohne Zustimmung des Datentreuhänders oder des Kunden erhält selbst Microsoft keinen Zugriff. Das Angebot richtet sich an Geschäftskunden aus Deutschland, der EU sowie der Europäischen Freihandelszone (EFTA). Sie haben häufig grundlegend andere Anforderungen an Sicherheit, Datenschutz, Regeltreue (Compliance) und Transparenz als Cloud-Anwender in den USA.

Azure Deutschland biete neben üblichen Cloud-Diensten auch eine Integration der Programme des größten europäischen Softwareherstellers SAP, betonte Microsoft. So sei der Dienst für die SAP-Datenbank Hana zertifiziert. Außerdem unterstütze Azure nicht nur eigene Windows-Systeme, sondern auch Open Source Software wie Linux. Das offene Betriebssystem war eins vom ehemaligen Microsoft-Chef Steve Ballmer noch als «Krebsgeschwür» diffamiert worden. Sein Nachfolger Satya Nadella hat hier einen umfassenden Kurswechsel eingeleitet.

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erstellt am 21.Sep.2016 | 11:50 Uhr

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