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Computer

05. Dezember 2016 | 05:34 Uhr

Wirtschaft 4.0 : Forscher für Informatikunterricht an allen Schulen

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Maschinen, die Fertigungsprozesse koordinieren, Roboter, die den Materialnachschub organisieren - künftig wird kaum noch ein Industriearbeiter ohne Programmierkenntnisse auskommen. Höchste Zeit, dass sich Schulen darauf einstellen, mahnen Arbeitsmarktforscher.

Arbeitsmarktforscher haben mit Blick auf den bevorstehenden Einzug von Computern und Internet in Fabrikhallen einen flächendeckenden Informatikunterricht an deutschen Schulen gefordert.

Deutschland habe hier im Vergleich zu anderen Industrieländern in der EU noch einen erheblichen Nachholbedarf, sagte der Forschungsleiter beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Enzo Weber, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Das IAB ist das Forschungszentrum der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Zwar begrüßte Weber den jüngst von der Bundesregierung beschlossenen Digitalpakt; dieser sieht fünf Milliarden Euro für die Beschaffung von Computern an Schulen vor. Das sei ein guter Ansatz. «Nun ist es aber wichtig, dass die Initiative von den Ländern und den Schulen vor Ort aufgegriffen und dort den jungen Menschen auch digitale Inhalte flächendeckend vermittelt werden», gab Weber zu bedenken.

Andere Länder seien in diesem Punkt weiter, berichtet der Wissenschaftler unter Berufung auf eine EU-weite Vergleichsstudie des IAB. So gebe es in Finnland seit diesem Herbst in allen Schulen Programmierunterricht, um junge Menschen auf die Herausforderungen der Wirtschaft 4.0 vorzubereiten. Zur Umschulung von Lehrkräften stelle die Regierung 50 Millionen Euro bereit. In Frankreich gehöre die Erlernung einer einfachen Programmiersprache sogar zum Lehrstoff in Grundschulen. In Großbritannien gebe es bereits seit dem Jahr 2014 Computerunterricht.

Nach Webers Analyse ist die EU für die sich abzeichnende Digitalisierung der Produktion mit sich selbst steuernden Robotern und Maschinen dennoch unzureichend vorbereitet. «Der Tenor in den meisten Ländern lautet: Es gibt noch viel zu tun», bilanziert er in der Studie. «Es wird zwar in den Ländern viel diskutiert, das meiste ist aber noch nicht umgesetzt.» Das gelte auch für die fortgeschrittenen EU-Länder. Besonders groß sei der Aufholbedarf aber in den süd- und einigen osteuropäischen Ländern, beispielsweise in Polen.

Die IAB-Studie zur Debatte über Digitalisierung und Arbeitsmarkt in Europa

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erstellt am 25.Nov.2016 | 07:30 Uhr

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