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Boulevard

04. Dezember 2016 | 07:12 Uhr

Musik : Zarte Versuchung: Owens Folkpop-Solo

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Wenn der unscharfe Begriff «Indie-Musiker» noch auf jemanden zutrifft, dann auf Mike Kinsella aus Chicago. Nach und neben etlichen Bands des US-Undergrounds widmet er sich jetzt mal wieder seinem Alias-Soloprojekt Owen.

Mit dem Singer-Songwriter-Folkpop von «The King Of Whys» (Wichita/Pias) zeigt sich der 39-jährige ganz überwiegend von seiner ruhigen, auch schwermütigen Seite. Zehn liebliche Songs mit viel Klavier, Standbass, Akustikgitarren, Pedal-Steel sowie einigen Streichern und Bläsern - davon kann man sich verzaubern, aber auch gepflegt einlullen lassen.

Die vom angesagten Indierock-Produzenten Sean Carey betreute und üppiger als üblich ausgepolsterte Platte dürfte im bereits 15 Jahre währenden Schaffen von Owen eine der melodisch zartesten sein. Zumal Kinsella hier so harmonieselig singt wie noch nie und er sich vom Lo-Fi-Dogma früherer Platten ein Stück entfernt hat.

Er kann ja auch anders - ruppiger, rauer, lauter. Das stellt er immer mal wieder als Gitarrist der Band American Football unter Beweis. Außerdem spielte und spielt er bei On/Off-Projekten wie Cap'n Jazz, Owls oder Joan Of Arc teilweise experimentellere Emocore-Alben ein.

Mit «The King Of Whys» steuert Kinsella nun ein breiteres Publikum an. Wer also Justin Vernon/Bon Iver, Iron & Wine oder Band Of Horses mag, wird auch in den 35 Minuten des neunten Owen-Albums manch Schönes finden.

Website Owen

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erstellt am 09.Aug.2016 | 13:28 Uhr

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