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Boulevard

07. Dezember 2016 | 19:24 Uhr

Leute : Schauspieler Stellan Skarsgård wird 65

vom

Über sein Alter denkt der Schauspieler Stellan Skarsgård eigentlich nicht nach. Auch nicht jetzt, wo er auf das Rentenalter zusteuert.

Eins hat sich für den Schweden, der am Montag (13. Juni) 65 wird, im Laufe der Jahre aber doch verändert: «Es gibt nicht mehr so viele (Regisseure), die fordern, dass ich nackt sein soll», sagt Skarsgård der Tageszeitung «Dagens Nyheter». Sein trockener, verschmitzter Humor verleiht dem Schweden Charisma, in Interviews erlebt man ihn locker und unprätentiös. Und ehrlich: «Was schade ist, ist, dass die Zahl der Rollen weniger wird.»

Dass es ihm an Angeboten mangelt, ist schwer vorstellbar. Wenige schwedische Schauspieler sind international so erfolgreich wie Skarsgård. Er war 1988 in «Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins» zu sehen, zwei Jahre später in dem US-Film «Jagd auf Roter Oktober». An der Seite von Tom Hanks spielte der Schwede in «Illuminati» (2009) und an der von Matt Damon in «Good Will Hunting» (1997).

Kinogänger kennen ihn aus Filmen sämtlicher Genres von der zuckrigen Abba-Komödie «Mamma Mia!» (2008) über die Bestseller-Verfilmung «Der Medicus» (2013) bis hin zu den Abenteuerfilmen «Fluch der Karibik» (2006, 2007) mit Johnny Depp. Zuletzt war Skarsgård in dem Disneyfilm «Cinderella» auf der Leinwand zu sehen. Außerdem macht er in der britischen Krimiserie «River» als Ermittler von sich reden.

Derzeit dreht der Schwede mit Starregisseur Volker Schlöndorff dessen neuen Film «Return to Montauk». Ein Filmemacher hat es ihm aber besonders angetan: das dänische Enfant terrible Lars von Trier. «Wann immer er anruft, sage ich ja», verriet Skarsgård der Deutschen Presse-Agentur vor einiger Zeit.

Deshalb sagte er auch ja, als von Trier anrief und sagte: «Stellan, mein nächster Film wird ein Porno, und ich will, dass du darin die Hauptrolle spielst.» Damals ging es um das Drama «Nymphomaniac» (2013) über das Leben einer Sexsüchtigen. «Ich liebe ihn wirklich», sagt Skarsgård über Trier. Deshalb habe er ihm auch nicht übelgenommen, dass er in dem Film als einziger der Darsteller keine Sexszene hatte. «Ich habe soviel Sex abseits der Leinwand, dass es mir nichts ausmacht», sagt der Schwede damals.

Aus dem vielen Sex sind viele Kinder entstanden: Mit zwei Frauen hat der Schwede sieben Söhne und eine Tochter. Mehrere von ihnen sind selbst Schauspieler geworden - allen voran Skarsgårds ältester Sohn Alexander («True Blood»). Der 39-Jährige spielte gemeinsam mit seinem Vater auch schon für von Trier: in «Melancholia» (2011).

Zwischen Alexander und Skarsgårds jüngstem Sohn liegen 36 Jahre. Wegen seiner kleinen Kinder passt der Schauspieler besser auf sich auf, als er es sonst tun würde. «Ich muss daran denken, gesund zu leben», sagt er «Dagens Nyheter».

Nach acht Kindern sei aber nun Schluss, verkündet Skarsgård in dem Interview: Er habe sich sterilisieren lassen. «Weil ich nicht Nein sagen kann. Weil ich keine zehn haben will.» Den Sex will er deshalb aber nicht aufgeben: «Sex und Essen sind das Lebenswichtigste, das wir haben. Und nur beim Essen dabei zu bleiben, ist nicht so toll.»

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erstellt am 12.Jun.2016 | 11:09 Uhr

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