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Boulevard

03. Dezember 2016 | 20:51 Uhr

Medien : Reingelegt: Plasberg und Schuhbeck verstehen Spaß

vom

Guido Cantz bringt seinen Kollegen Frank Plasberg zur Verzweiflung, Sternekoch Alfons Schuhbeck zur Weißglut und die Zuschauer zum Lachen. Und er macht für die versteckte Kamera gemeinsame Sache mit Jörg Pilawa und «Stromberg»-Darsteller Christoph Maria Herbst.

An diesem Samstag (23. April) um 20.15 Uhr, meldet sich Cantz mit «Verstehen Sie Spaß?» zurück. Es ist die erste Ausgabe der ARD-Unterhaltungsshow in diesem Jahr. Sie setzt wie gewohnt auf Filmstreiche mit der versteckten Kamera und auf den Promi-Faktor.

«Die Vorfreude ist groß», sagt Cantz im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Der blonde Rheinländer moderiert den Showklassiker der ARD im siebten Jahr. Die Sendung am Samstag ist der diesjährige Auftakt. «Die vergangenen sechs Monate, in der die Show regulär Pause hatte, haben wir genutzt und mit der versteckten Kamera wieder viele lustige Filme gedreht», sagt der 44-Jährige. Die Arbeit als Lockvogel, der Prominente und andere reinlegt, mache ihm großen Spaß.

Erwischt hat es diesmal «Hart aber Fair»-Moderator Plasberg. «Ich wusste gar nicht, wie mir geschieht», erinnert der sich. Mit seiner Ehefrau, der Fernsehjournalistin Anne Gesthuysen, war der 58-Jährige zu Gast bei Pilawa beim TV-Quiz «Paarduell». Doch Pilawa sowie Plasbergs Konkurrenzteam Jana Ina und Giovanni Zarrella führten den erfahrenen Fernsehmann und dessen Frau aufs Glatteis. Plasberg, der in seiner Sendung meist alles im Griff hat, ahnte nichts. Und wurde diesmal auf eine harte Probe gestellt - bis er am Schluss selbst über den Streich lachen konnte.

Die Beteiligten kommen alle zu Cantz in die Show. Zu Gast ist zudem Sterne- und Fernsehkoch Alfons Schuhbeck. Auch ihm hat «Verstehen Sie Spaß?» eine Falle gestellt. In der Sendung wird er neben Schauspieler Christoph Maria Herbst sitzen. Dieser war für Cantz als Lockvogel aktiv und zeigt seinen Film - ebenso wie Comedian Marco Rima.

«Filmstreiche mit der versteckten Kamera bilden weiter das Zentrum der Show», sagt der Moderator. Es bleibe beim Konzept: «Wir machen klassische Familienunterhaltung. Die Oma soll sich genauso amüsieren wie der Enkel.» Schadenfreude sei zwar die Idee, doch allzu bösartig werde es nie. Das funktioniert seit dem Start der Show vor 36 Jahren.

Für ihn selbst sei es schwieriger geworden, beim Drehen mit der versteckten Kamera unerkannt zu bleiben. Für die Sendung setzt er daher erstmals auf die Hilfe des Maskenbildners Robert Rebele und einer so genannten Spezialeffekt-Vollmaske. «Das ist mit einem großen Aufwand verbunden», sagt Cantz: «Ich sitze vor dem Dreh vier Stunden in der Maske und danach noch eine weitere Stunde beim Abschminken.»

Doch es lohne sich. «Ich werde äußerlich zu einem völlig anderen Menschen und bleibe unerkannt.» Im ersten Film mit dieser Vorbereitung ist Cantz als gespenstischer Großvater zu sehen, der Ahnungslose zur Verzweiflung treibt. «Ich habe mich im Spiegel selbst nicht erkannt», sagt der Moderator. Diese Maskerade werde auch künftig zum Einsatz kommen, um Filmstreiche möglich zu machen.

Nach dem Aus von «Wetten, dass..?» und «Musikantenstadl» ist «Verstehen Sie Spaß?» die älteste große Samstagabendshow im deutschen Fernsehen. Sie läuft unter der Regie des Südwestrundfunks (SWR) in Baden-Baden, am Samstag kommt sie live aus München.

«Die Sendung ist eine der Flaggschiff-Produktionen des SWR und zählt zu den stärksten Primetime-Marken im Ersten», sagte die Chefin der SWR-Fernsehunterhaltung, Barbara Breidenbach. Sie erreicht pro Ausgabe im Schnitt vier bis fünf Millionen Zuschauer und 15 bis 17 Prozent Marktanteil - am stark umkämpften Samstagabend eine Position in der Spitzengruppe.

Geplant sind in diesem Jahr vier Ausgaben und im Sommer ein «Best of». Hinzu kommt das Internet. Der YouTube-Kanal von «Verstehen Sie Spaß?» zählt laut SWR rund 247 Millionen Klicks - Tendenz steigend. «Es ist der erfolgreichste öffentlich-rechtliche YouTube-Channel», sagt TV-Unterhaltungschefin Beidenbach.

Konkurrenz bekam die ARD-Show jüngst vom ZDF. Dort präsentierte Steven Gätjen «Die versteckte Kamera 2016» mit vielen Prominenten. «Da bleibe ich gelassen», sagt Cantz: «Wir sind das Original und seit 36 Jahren sehr erfolgreich in diesem Genre.» An diesem Samstag sind parallel der ZDF-Krimi «Unter Verdacht» mit Senta Berger zu sehen und Dieter Bohlen bei RTL mit «Deutschland sucht den Superstar».

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erstellt am 22.Apr.2016 | 08:22 Uhr

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