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Boulevard

07. Dezember 2016 | 13:42 Uhr

Erklären ist wichtig : Promi-Geburtstag vom 9. November 2016: Peter Hahne

vom

Peter Hahne wollte früher einmal evangelischer Seelsorger werden. Er hat sich anders entschieden. Man kennt ihn seit vielen Jahren als Fernsehjournalisten. Heute wird er 64.

Man kennt sein Gesicht aus dem Fernsehen - lange schon. Er ist aber auch Kolumnist einer großen deutschen Sonntagszeitung und Autor vieler Sachbücher, das bisher jüngste heißt «Finger weg von unserem Bargeld!» (2016). Damit hat er es wieder einmal in lichte Höhen der Bestseller-Charts geschafft.

Heute, am 9. November, wird der langjährige ZDF-Moderator der Nachrichtensendungen «heute» und «heute journal», der seit 2010 eine eigene politische Talkshow beim Sender hat, 64 Jahre alt.

Während seines Studiums der Evangelischen Theologie, Philosophie, Psychologie und Germanistik hatte Hahne nebenbei Radio-Luft bei der Europawelle Saar geschnuppert. Da merkte er, dass Pastoren und Journalisten ein ähnliches Handwerkszeug brauchen. «Wer eine wichtige Nachricht an Frau und Mann bringen will, muss gut recherchieren, verständlich formulieren und ansprechend präsentieren», sagte der gebürtige Westfale einmal in einem dpa-Interview.

Nach dem Start beim Saarländischen Rundfunk (SR) wechselte Hahne 1985 zum ZDF, wurde Moderator und Redakteur des «heute journal» und der Hauptnachrichtensendung «heute». 1999 wechselte er als Vize-Chef ins Hauptstadtstudio des Mainzer Senders, wo er mit Peter Frey für das Politikmagazin «Berlin direkt» verantwortlich war. Sein freundliches Lächeln darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass er auch bohren kann beim Fragenstellen.

Hahne kennt zahlreiche Spitzenpolitiker. «Enttäuscht» zeigt er sich von «Opportunisten und Wendehälsen». «Sie werden jedoch dadurch bestraft, dass sie oft schneller weg vom Fenster sind als Schnee in der Sahara-Sonne schmilzt», sagt er.

Für Hahne, der die ZDF-Kindernachrichten «logo» mitentwickelt hat, ist das Erklären besonders wichtig. Etwas, was auch ein Geistlicher können muss. Die Kindernachrichten waren für ihn «die bestmögliche Schule», um zu lernen, Kompliziertes ohne Floskeln und Fremdwörter zu melden. «Insofern ist der Moderator nichts anderes als ein Dienstleister, der den Zuschauer im Dschungel der Informationen an die Hand nimmt.» Allerdings räumt er ein: „Dennoch begrüßte ich die Leute oft mit "Guten Abend!", um ihnen anschließend eine halbe Stunde lang zu erklären, warum es kein guter Abend ist.“

Beim Start seiner nach ihm benannten Talkshow 2010 hatte er Margot Käßmann zu Gast, die nach einer Alkoholfahrt als EKD-Ratsvorsitzende zurückgetreten war. Und Samuel Koch gab Hahne das erste Fernseh-Interview nach dem schweren Unfall bei «Wetten, dass..?».

Das bisher einschneidendste Erlebnis im Laufe seiner Karriere war für Hahne die Öffnung der Mauer. «Schön und spannend zugleich war der Jubel-Abend meines Geburtstages 1989, als ich das allerschönste Geschenk bekam: die Öffnung der Mauer als Folge von Kerzen und Gebeten... Der Beginn einer spannenden Erfolgsgeschichte, und ich hätte nie gedacht, dass ich einmal von der Ostseite aus die einzige Talk-Sendung Deutschlands mit dem Live-Blick auf das Brandenburger Tor moderieren würde.»

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erstellt am 09.Nov.2016 | 00:01 Uhr

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