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Boulevard

08. Dezember 2016 | 13:01 Uhr

Leute : Promi-Geburtstag vom 3. September 2016: Garrett Hedlund

vom

Garrett Hedlund hat viele Talente: Er ist Schauspieler, Musiker, Fotograf,Gesicht für Yves Saint Laurent und leidenschaftlicher Chronist seines Lebens. Vier Jahre war er mit Kirsten Dunst liiert - die Beziehung aber scheiterte dieses Jahr.

Garrett Hedlund wäre auch gerne Schriftsteller geworden, die Leidenschaft für das Schreiben hat er sich aber trotz seiner Hollywood-Karriere bewahrt.

Unablässig hält Hedlund die großen und kleinen Ereignisse in seinem Leben fest - in Storys, Gedichten, Zeitungsbeiträgen und Tagebüchern. Da können gerne mal 70 oder 80 Seiten am Tag zusammenkommen.

Er kritzelt aber nicht nur jeden Fetzen Papier voll, Garrett Hedlund ist auch ein leidenschaftlicher Fotograf, der in seiner Jugend Punk-Bands fotografierte und nach eigenen Angaben allein beim Dreh des Films «On The Road» 1 200 Fotos gemacht hat.

Hedlund, der heute 32 Jahre alt wird, ist ein Hollywood-Star der etwas anderen Art. Facebook und Twitter interessiert den um seine Privatsphäre bedachten Schauspieler nicht und statt auf rauschende Partys zu gehen verbringt der bodenständige Charakterdarsteller seine Zeit lieber mit Freunden und der Familie.

Am Anfang ging alles ziemlich schnell: Gerade einmal einen Monat war der Farmerjunge aus Minnesota in Hollywood, da hatte schon seine erste Rolle an Land gezogen. 18 Jahre war er alt.

An der Seite von Brad Pitt, Orlando Bloom, Peter O'Toole und Diane Kruger sollte er als Patroklus sein Filmdebüt in Wolfgang Petersens Sandalenfilm «Troja» (2004) geben. Der Historienstreifen ist zwar ordentlich misslungen, Garrett Hedlund aber wusste den Teenagern zu gefallen und erhielt gleich eine Nominierung bei den Teen Choice Awards.

Danach konnte es nur noch bergauf gehen - und die Riege seiner Schauspielkollegen sollte weiterhin prominent bleiben. Eine gute Schule. An der Seite von Mark Wahlberg war er einer der «Vier Brüder» (2005). Berühmt ist die Duschszene, für die die beiden Schauspieler zwei Tage lang jeweils zwölf Stunden im Badezimmer gedreht haben sollen.

Nach dem Action-Drama folgte der Fantasyfilm «Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter» (2006) mit Jeremy Irons. In dem Drama «Georgias Gesetz» (2007) traf Hedlund auf Jane Fonda und in dem Thriller «Death Sentence - Todesurteil» (2007) war Kevin Bacon an seiner Seite.

Keine Frage, Garrett Hedlund war von Anfang gefragt, aber mehr als solide Filme waren es nicht, die er da produzierte. Auch der Science-Fiction-Blockbuster «Tron: Legacy» (2010) mit Jeff Bridges hielt nicht, was er versprach. Im Rückblick entpuppten sich all diese Filme als ein Warm-up, denn Garrett Hedlunds große Zeit sollte erst noch kommen.

Mit drei Filmen, die in der Welt der Musik und der Bohème spielen, sollte der Newcomer schließlich zu einem der vielversprechendsten Schauspieler seiner Generation werden. Hedlund, der mit Countrymusik groß geworden ist, spielt in «Country Song» (2010) einen jungen Singer-Songwriter, der den psychisch labilen Country-Superstar Kelly Canter (Gwyneth Paltrow) unterstützt. Fusselbart, Cowboyhut, Gitarre und tiefe Stimme - den Country-Sänger verkörperte Hedlund perfekt, für den Musik inzwischen zu einer großen Leidenschaft geworden ist.

Auch wenn «Country Song» nicht frei von Klischees ist, so ist die Nashville-Schmonzette doch ein schönes Herz-Schmerz-Drama geworden. Wesentlich wilder geht es in Walter Salles «On The Road - Unterwegs» (2012) zu, einer Verfilmung des gleichnamigen Kultromans von Jack Kerouac, in dem Hedlund mit Kristen Stewart und Sam Riley durch eine Welt von Sex, Drogen und Abenteuer rauscht.

Die Bohème-Trilogie fand ihren Höhepunkt mit «Inside Llewyn Davis» (2013) von den begnadeten und skurrilen Coen-Brüdern, die wie Hedlund aus Minnesota stammen. Ihre stimmungsvoll-melancholische Hommage an die Folkmusikszene vor Bob Dylan spielt in den 1960 Jahren in New York. Wiederum ein Musikfilm, auch wenn Hedlund diesmal selbst nicht zur Gitarre griff.

Mit seinen großen Hollywood-Filmen hat Garrett Hedlund bisher nicht viel Glück gehabt. «Troja» und «Tron» konnten die Erwartungen nicht erfüllen und auch das opulente Filmabenteuer «Pan» (2015) mit Hugh Jackman floppte. Abgedreht ist inzwischen die Kriegssatire «Billy Lynn's Long Halftime Walk» von Ang Lee, die mit Vin Diesel, Kristen Stewart, Steve Martin und Chris Tucker prominent besetzt ist. Der Film soll im Januar 2017 in die deutschen Kinos kommen.

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erstellt am 03.Sep.2016 | 00:01 Uhr

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