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Boulevard

11. Dezember 2016 | 01:34 Uhr

Leute : Promi-Geburtstag vom 3. Juli 2016: Ludivine Sagnier

vom

Als kleines Kind wollte Ludivine Sagnier eigentlich Astronautin werden - aber nur ganz kurz, denn bereits als Siebenjährige nahm sie auf eigenen Wunsch Schauspielunterricht. Neun war die Kleine, als sie in einer TV-Komödie ihr Debüt gab. Heute wird sie 37 Jahre alt.

Die Dreharbeiten damals waren ein Traum: «Es waren nur vier Wochen Arbeit», sagte die Französin im Interview mit dem Nachrichtenmagazin «Spiegel», «aber ich war einen ganzen Monat allein, ohne meine Eltern! Als ich wiederkam, waren sie völlig verblüfft, wie erwachsen ich geworden, wie ich aufgeblüht war. Sie ahnten wohl schon damals, dass das mal mein Ding werden könnte.»

Und es wurde ihr Ding: Nach dem Studium am Conservatoire d’art dramatique in Versailles legte die Newcomerin so richtig los und wurde ganz nebenbei zu Frankreichs neuem Sexsymbol. Als enthemmte Nymphe sprang sie in «Swimming Pool» von François Ozon splitternackt durch die Gegend und vernaschte reihenweise die Männer. Das Krimi-Drama überzeugte mit feinsinniger Inszenierung und einem überraschenden Drehbuch.

Ozon war es auch gewesen, der der jungen Schauspielerin ihre erste große Rolle in der Verfilmung des Fassbinder-Stücks «Tropfen auf heiße Steine» (2000) gab. Er wurde ihr Entdecker und Mentor, sie seine Muse: «Er ist eine Art älterer Bruder für mich», erklärte sie im «Spiegel» die tiefe Verbundenheit der beiden. Auch für «8 Femmes» (2002) engagierte sie François Ozon.

Auf die Lolita-Rolle wollte sich Sagnier - obwohl Hollywood lockte - sich aber keineswegs festlegen lassen: «Nach 'Swimming Pool' wurde ich mit allen Drehbüchern überschüttet, wo ein nacktes blondes Dummchen auftauchte. Und da sagte ich: 'Wenn ihr nicht mehr zu bieten habt, dann war's das.' In Frankreich kann ich tolle Rollen für großartige Regisseure spielen. Warum sollte ich da in den USA als Unbekannte irgendwelche miesen Parts übernehmen?, sagte sie der «Welt».

Reingeschnuppert in die US-Glitzerwelt hat sie gleichwohl: Als bezaubernde Fee Tinkerbell gab sie mit «Peter Pan» (2004) ihren Hollywood-Einstand und konnte sich damit gleichzeitig einen Kindertraum erfüllen. Ludivine Sagnier wollte nämlich nicht nur Astronautin werden, sondern auch mal Märchenfee.

In Frankreich aber gibt es tatsächlich genug gute Rollen für die Schauspielerin, die unter anderem mit Regisseur Claude Chabrol das Beziehungsdrama «Die zweigeteilte Frau» drehte, in dem sie ihre sexuellen Reize kokett zur Schau stellte und die Männer erfolgreich um den Verstand brachte.

In dem sehenswerten Drama «Barfuß auf Nacktschnecken» (2010) war sie an der Seite von Diane Kruger zu sehen, in «Die Liebenden - von der Last glücklich zu sein» (2011) war Catherine Deneuve ihre Partnerin. Ihr neuestes Projekt ist die TV-Serie «The Young Pope», die von Oscar-Gewinner Paolo Sorrentino («La grande bellezza - Die große Schönheit») inszeniert wird. Neben Ludivine Sagnier spielen auch Jude Law und Diane Keaton mit.

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erstellt am 03.Jul.2016 | 00:01 Uhr

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