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Boulevard

11. Dezember 2016 | 11:01 Uhr

Leute : Promi-Geburtstag vom 23. November 2016: Miley Cyrus

vom

Vor den Augen der Öffentlichkeit ist Miley Cyrus erwachsen geworden. Dabei hat die Sängerin und Schauspielerin immer ihr Ding durchgezogen, auch wenn das manchmal auf Unverständnis stieß.

Berlin (dpa) - Das überraschende Ergebnis der US-Präsidentenwahl hat die Sängerin und Schauspielerin Miley Cyrus, die heute 24 Jahre alt wird, schwer mitgenommen.

Nach der Wahlniederlage ihrer Wunschkandidatin Hillary Clinton hatte sie sich mit einer tränenreichen Videobotschaft auf Twitter an Donald Trump gewandt. Darin bat sie den zukünftigen US-Präsidenten schluchzend, die Menschen mit Liebe, Mitgefühl und Respekt zu behandeln. Man sollte die Menschen so annehmen, wie sie sind, daher würde sie auch ihn als Präsidenten akzeptieren, sagte Cyrus in Tränen aufgelöst.

Inzwischen aber hat auch sie der «Alltag» wieder eingeholt. Auf ihrem Twitter-Account ist die Politik in den Hintergrund gerückt und die Posts für die US-Castingshow «The Voice», wo Miley Cyrus ihr eigenes Team coacht, haben die Oberhand gewonnen.

Auch dass ihre kleine Schwester Noah mit «Make Me (Cry)» gerade ihre erste Single veröffentlicht hat, wird von Miley Cyrus gebührend gewürdigt. Keine Frage, bei Familie Cyrus liegt die Musik im Blut - Vater Billy Ray Cyrus hat es als Country-Sänger vorgemacht, und Country-Star Dolly Parton ist Mileys Patentante.

Mit der TV-Serie «Hannah Montana» (2006-2011) war Miley Cyrus über Nacht zum Vorbild für eine ganze Generation junger Mädchen geworden. Sie selbst war elf, als sie sich erstmals um die Rolle bewarb, und zwölf, als Disney sie engagierte. In der TV-Serie lebt Miley Stewart - gespielt von Miley Cyrus - den Traum aller Teenager. Tagsüber trottet sie in Jeans in die Schule, am Abend verwandelt sie sich mit Hilfe einer blonden Perücke und glamourösen Outfits in einen Superstar. Nur ihre Familie weiß über ihr Doppelleben Bescheid.

Nach dem Ende der Serie folgte ein langer Prozess des Erwachsenwerdens, den Miley Cyrus mit einer endlosen Reihe von Provokationen eingeleitet hat: Nackt auf der Abrissbirne, Popo-Tanz mit Robin Thicke, sexuell aufgeladene Shows und eine allgegenwärtig rausgestreckte Zunge, die wohl sagen will: Ich zieh mein Ding durch und mach was ich will.

Das stieß häufig auf Ablehnung, Unverständnis und Kopfschütteln, aber Miley Cyrus wirbelte da unbeirrt durch und verabschiedete sich erfolgreich von ihrem Teenie-Image. Aus der laut polterigen Sängerin ist inzwischen eine seriöse Künstlerin geworden, die zwar nach wie vor Spaß an einer quietschbunten Pop-Inszenierung ihres Leben hat, die man aber dennoch ernst nehmen sollte.

Und die ernst genommen wird: Als Ellen DeGeneres vor kurzem wegen Krankheit ihre Show nicht aufzeichnen konnte, sprang Miley Cyrus charmant-witzig ein und spielte mit ihrem Image als sexy Vamp. Sie habe sich extra wie Ellen angezogen und rieche sogar wie sie, scherzte die «Wrecking Ball»-Sängerin und fügte hinzu: «Ich bin etwas nervös, weil ich das erste Mal angezogen moderiere. Es ist komisch.»

Ernst genommen hat sie auch Woody Allen, der Miley für seine gerade angelaufene Amazon-Serie «Crisis In Six Scenes» engagierte. In dem Sechsteiler, der in den 60er Jahren spielt, verkörpert sie ein radikalisiertes Hippie-Girl, das das Leben eines intellektuellen Paares (Woody Allen, Elaine May) ordentlich durcheinanderwirbelt.

Äußerst turbulent ist auch das Privatleben von Miley Cyrus selbst. Ihre On-Off-Beziehung mit Liam Hemsworth («Die Tribute von Panem») sollte jetzt eigentlich in eine Hochzeit münden, aber momentan gibt es reichlich Gerüchte, dass daraus vielleicht doch nichts wird. Miley wird uns sicherlich auf dem Laufenden halten.

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erstellt am 23.Nov.2016 | 00:01 Uhr

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