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Boulevard

03. Dezember 2016 | 12:47 Uhr

Film : Promi-Geburtstag vom 21. April 2016: Xaver Schwarzenberger

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Xaver Schwarzenberger gilt als einer der besten und vielseitigsten Kameramänner im deutschsprachigen Raum. Auch als Regisseur machte er sich einen Namen. Im Laufe seiner langen Karriere arbeitete er mit nahezu allen Größen der Branche zusammen und schuf mit seiner ganz eigenen Technik Filmklassiker.

Die Kamera sollte aktiv am Geschehen teilhaben, nicht nur beobachten. Seine ausgeprägte Bildsprache konnte Dialoge ersetzen. Heute feiert der gebürtige Wiener seinen 70. Geburtstag. Wie er seinen Ehrentag begehen wird, wollte er nicht preisgeben.

Nach einer Lehre bei einem Fotografen zog es Schwarzenberger schon bald zu bewegten Bildern. Seine Kameraführung trug dazu bei, dass Werke wie die «Alpensaga», die mehrteilige Verfilmung von Alfred Döblins «Berlin Alexanderplatz», oder «Außenseiter» mit Jean-Paul Belmondo Fernsehfilm-Geschichte geschrieben haben.

Zentral wurde die Begegnung mit dem Filmemacher Rainer Werner Fassbinder, der Schwarzenberger Ende der 1970er-Jahre in sein Team holte. Es entstanden viel beachtete Arbeiten wie «Lili Marleen» oder «Die Sehnsucht der Veronika Voss», die ihm die erste Auszeichnung mit dem Deutschen Kamerapreis eintrug. Den erhielt er insgesamt dreimal, Schwarzenberger wurde 2004 «Ehrenkameramann» und erhielt neben Festivalpreisen auch den Grimme-Preis.

Auch als Regisseur erhielt er Lob: Bereits mit seinem Debüt, das Drama «Der stille Ozean», feierte er 1982 einen Erfolg. Seither führte er bei mehr als 40 Filmen Regie, wie etwa bei «Margarete Steiff» oder einer Neuverfilmung von «Sisi».

Komödien wie «Otto - Der Film», Loriots «Ödipussi» oder Helmut Dietls «Schtonk» trugen seine Handschrift. Wenig Glück hatte er mit dem Film «Edelweiß», in dem Konstantin Wecker mitwirkte. Kritiker zerrissen die gewollte Vergangenheitsbewältigung. In seinem Gesamtwerk jedoch gelingt es Schwarzenberger wie wenigen Kollegen, Kritik und Publikum zu begeistern.

Sein Privatleben ist ihm offensichtlich heilig. Interviews gibt es praktisch nicht, auch Society-Auftritte meidet er. 2007 trennte sich der Regisseur nach mehr als 30 Ehejahren von seiner Frau, einer Drehbuchautorin. Mit ihr hat er zwei Töchter. Seither lebt Schwarzenberger mit der deutschen Filmproduzentin Susanne Porsche zusammen.

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erstellt am 21.Apr.2016 | 00:01 Uhr

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