zur Navigation springen

Boulevard

03. Dezember 2016 | 16:40 Uhr

Coach und Chartstürmer : Promi-Geburtstag vom 2. November 2016: Andreas Bourani

vom

Auf seinen Durchbruch hat der Augsburger lange warten müssen. Aber seit seiner Freundschaftshymne «Auf uns» schwimmt Andreas Bourani auf einer Erfolgswelle.

Innerhalb kürzester Zeit ist Andreas Bourani zum Top-Act aufgestiegen. Richtig ins Rollen kam der Ball mit der WM-Hymne «Auf uns» (2014), mit «Astronaut» landeten Bourani und sein Duett-Partner Sido zuletzt auf Platz eins. Der Song war insgesamt 43 Wochen in den Charts.

In diesem Jahr hat sich Andreas Bourani vor allem Zeit genommen, um an neuen Songs zu arbeiten - und um nebenbei ein paar Preise abzuräumen. Neben dem Echo als bester nationaler Künstler bekam der Sänger für seine deutschen Liedtexte auch den Preis für Sprachkultur. Er berühre mit seiner Sprache Millionen Zuhörer, hieß es zur Begründung.

Zudem macht sich Bourani, der heute 33 Jahre alt wird, zusammen mit Yvonne Catterfeld, Samu Haber und den Titelverteidigern Smudo und Michi Beck in der Castingshow «The Voice of Germany» wieder einmal als Coach auf die Suche nach neuen Gesangstalenten.

Bourani wurde adoptiert, als er eine Woche alt war. Von seinen leiblichen Eltern weiß er nur, dass sie aus Nordafrika stammten. Er wuchs in Augsburg auf, ging auf eine Schule mit einem musischen Zweig und sang im Chor. Seiner klaren Stimme, die jede Silbe deutlich betont, merkt man die Anfänge in der Klassik an.

Manchmal erinnert sein Gesangsstil an den von Herbert Grönemeyer, und das ist kein Zufall. «Mit 16 oder 17 habe ich andere Musik für mich entdeckt», erzählt Bourani. Dazu gehörten vor allem deutsche Sänger wie Nena, Udo Lindenberg und Grönemeyer. «Ich wollte Musik machen, von der ich selbst auch Fan bin, und das ist eben deutsche Popmusik».

Bourani wollte sofort damit anfangen und brach mit 17 die Schule ab. Er ging nach München, fand dort aber weder Bandkollegen noch Produzenten, mit denen die Zusammenarbeit funktionierte. Sein eigentliches erstes Album wurde nie veröffentlicht.

Mit dem Umzug nach Berlin 2008 wendete sich das Blatt. Bourani übernachtete anfangs in der Wohnung eines Freundes. Dem hatte Julius Hartog seine Gitarre geliehen und er kam vorbei, um sie abzuholen. Bourani und Hartog verstanden sich auf Anhieb gut und begannen, gemeinsam Songs zu schreiben. Gleich bei der ersten Sitzung entstand das Lied «Wunder», das 2011 auf Bouranis Debüt-Album «Staub und Fantasie» landete. Die LP erreichte Platz 23 der deutschen Charts, für die Single «Nur in meinem Kopf» bekam Bourani eine Goldene Schallplatte.

«Für mich war 2011 der Zeitpunkt, an dem es gepasst hat», erzählt Bourani. «Man braucht halt auch diese Chance, in der alles ineinander greift: dass man einen Plattenvertrag hat, dass man die Musik hat, und dass die Leute das gut finden. Da braucht man auch Glück». Und wenn man nach zehn brotlosen Jahren endlich Glück hat, ist es nur folgerichtig, «ein Hoch auf dieses Leben» auszubringen, wie er es mit «Auf uns» getan hat.

zur Startseite

von
erstellt am 02.Nov.2016 | 00:01 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert