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Boulevard

10. Dezember 2016 | 15:46 Uhr

Mode : Promi-Geburtstag vom 2. Juli 2016: Jerry Hall

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Ende der 70er Jahre wurde ein junges und bildhübsches Model auf den Modenschauen der Welt gefeiert. «Manchmal denke ich mir: 'Vielleicht steht der richtige Mann für mich am Ende dieses Laufstegs und holt mich aus diesem ganzen Wahnsinn heraus'», sagte die damals 21-jährige Jerry Hall der «Washington Post».

Wenige Monate vor ihrem 60. Geburtstag an diesem Samstag (2. Juli) hat Hall inzwischen ihre dritte große Liebe geheiratet, den 85 Jahre alten Medienmogul Rupert Murdoch. Auch mit zwei vorherigen Beziehungen - mit den Musikern Bryan Ferry und Mick Jagger - sorgte Hall für reichlich Schlagzeilen, deutlich mehr als mit ihrer Arbeit als Model und Schauspielerin.

Ihre Mutter sei «sehr glücklich», verriet Halls Tochter Georgia May vor kurzem dem britischen «Evening Standard» - auch wenn viele über Halls Hochzeit mit dem 25 Jahre älteren Milliardär nach nur wenigen Monaten Beziehung tuschelten. «Ich bin schon mit jüngeren Männern ausgegangen und das macht Spaß, sie sind enthusiastisch. Aber ältere Männer sind bessere Liebhaber», entgegnete Hall.

Aus ihrer vorherigen Verbindung mit Rolling Stones-Sänger Jagger hat die blonde langbeinige Schönheit vier erwachsene Kinder. Murdoch war zuvor dreimal verheiratet und hat sechs Kinder. «Meine wunderschöne Familie», überschrieb Hall ein Hochzeitsfoto, das sie bei Twitter veröffentlichte und auf dem das Paar eingerahmt von allen zehn Kindern zu sehen ist. Ihre Arbeit als Model und Schauspielerin habe Hall inzwischen aufgegeben, teilt ihr Management auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. «Sie ist offiziell in Rente und gibt deswegen auch keine Interviews mehr.»

Geboren wurde Hall 1956 in der Kleinstadt Gonzales in der Nähe von Dallas im US-Bundesstaat Texas als eine von fünf Schwestern. Der Vater, ein Lastwagenfahrer, macht ihre Kindheit zur Hölle. «Es war sehr gewalttätig. Er musste explosive Chemikalien durchs Land fahren, hat Aufputschmittel genommen und wenn er nach Hause kam, hat er uns fünf Mädels geschlagen. Er hat Knochen gebrochen.» Mit 16 Jahren flieht Hall nach Frankreich, wird prompt als Model entdeckt und von Star-Fotograf Helmut Newton abgelichtet. «Das war reines Glück», sagt Hall, die «große Füße und schiefe Zähne» als Schönheitsmängel an sich identifiziert hat. «Gute Gene haben natürlich geholfen.»

Hall zieht nach Paris und feiert Erfolge als Model und Schauspielerin. Als sie für ein Album-Cover als Meerjungfrau posieren soll, lernt sie den britischen Rock-Star Bryan Ferry kennen und verliebt sich in ihn. Das Paar verlobt sich, aber dann lernt Hall Mick Jagger kennen und beginnt eine Affäre mit ihm. «Ich stand kurz vor der Hochzeit, aber Mick war einfach so charmant und ich war total verrückt nach ihm. Ich bin dann wieder zurück zu Bryan, aber wenn man eine Affäre mit jemandem hat, der einem wichtig ist, ist es nie wieder dasselbe. Es ist dann alles ziemlich schlimm geendet.»

Mit Jagger bleibt Hall über mehr als 20 Jahre und vier Kinder zusammen, 1990 heiraten sie mit einer Hindu-Zeremonie auf Bali. Aber treu bleiben können sie nicht, was immer wieder zu Streit führt. Als 1999 das brasilianische Model Luciana Gimenez Morad von Jagger schwanger ist, trennen sich Hall und der Stones-Sänger. 

Trotzdem sei er immer noch ihr «Lieblings-Ex-Ehemann», betont Hall. «Wir hatten auch viel Spaß. Immer nur negative Gefühle und Leiden darüber zu hegen, ist ungesund.» Zudem sei Jagger ein toller Vater. «Er war kein großer Windelwechsler, aber wir hatten ja auch immer großartige Kinderfrauen. Er hat wunderbare Beziehungen zu den Kindern und interessiert sich sehr für ihre Ausbildung, ihre Fitness und ihre Manieren.»

Das Älterwerden störe sie nicht, sagt Hall. «Nur als ich 25 wurde, hat mir das zu denken gegeben, denn damals war ich in der Modelbranche, und da ist man mit 25 schon alt. Was Eitelkeit und Falten und solche Dinge betrifft, das gehört zum Leben und darüber mache ich mir keine Sorgen», sagt Hall. «Ich bin stolz auf mein Alter, ich habe viel erreicht.» Seit einigen Jahren könne ihre Mutter sogar kochen, verriet Tochter Georgia May. «Sie ist jetzt ziemlich gut darin und kann Hühnchen und so etwas machen.»

Sie würde nichts an ihrem Leben ändern wollen, selbst wenn sie es könnte, sagt Hall. «Non, je ne regrette rien» von Edith Piaf solle irgendwann bei ihrer Beerdigung gespielt werden - «ich bereue nichts». Und wie wolle sie dann in Erinnerung behalten werden? «Als gute Party-Mutter.»

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erstellt am 02.Jul.2016 | 00:01 Uhr

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