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Boulevard

10. Dezember 2016 | 13:55 Uhr

Seitenwechsel : Promi-Geburtstag vom 19. November 2016: Meg Ryan

vom

Ihr Karriere als Schauspielerin ist ins Stocken geraten. Jetzt versucht sich einstige Königin der romantischen Komödie als Regisseurin. Heute wird sie 55.

Die amerikanische Schauspielerin Meg Ryan hat sich gerade als Regisseurin ausprobiert. Sie verfilmte ein Drama, das auf William Saroyans «Menschliche Komödie» basiert: «Ithaca». Es wurde bisher allerdings nur auf Festivals und seit Anfang September in ausgesuchten US-Kinos gezeigt.

In ihrem Regie-Debüt, das 1942 in einer kalifornischen Kleinstadt angesiedelt ist, wirken neben ihr selbst auch Sam Shepard, ihr 24-jähriger Sohn Jack Quaid und nicht zuletzt ihr Leinwandpartner aus alten Tagen mit: Tom Hanks. Mit dem «Forrest Gump»-Star hatte Ryan in drei Hollywood-Romanzen reüssieren können: sowohl in «Joe gegen den Vulkan» (1990) als auch in den großen Kino-Hits «Schlaflos in Seattle» (1993) und «E-Mail für dich» (1999).

Geboren am 19. November 1961 in Connecticut, ist Meg Ryan in den Neunzigern zur Königin der romantischen Komödie und einer der bestbezahlten Schauspielerinnen Hollywoods avanciert. Ihren größten Coup hatte sie mit Ende 20 landen können, als sie 1989 die weibliche Hauptrolle in «Harry und Sally» übernahm. Bis heute ist die Szene unvergessen, in der sie ihrem Filmpartner Billy Crystal in einem New Yorker Restaurant einen Orgasmus vortäuscht. Damit hat sie als etwas tapsig-liebenswerte Traumfrau Kinogeschichte geschrieben. Heute wird sie 55.

An eine Karriere beim Film hatte sie zunächst nicht gedacht. Vielmehr zog sie nach New York, um Journalismus zu studieren. Geld verdiente sie damals mit Werbespots und konnte bald auch in Seifenopern und mit Gastauftritten in Fernsehserien auf sich aufmerksam machen. Folgenreich sollte ihr Mitwirken neben Tom Cruise im Action-Abenteuer «Top Gun» (1986) werden, denn nun klopfte sogar der Filmproduzent Steven Spielberg bei ihr an und besetzte sie in der Sci-Fi-Komödie «Die Reise ins Ich» (1987) als Freundin eines ehemaligen Navy-Lieutenants und Frauenhelden, der von Dennis Quaid verkörpert wurde.

Ryan und Quaid wurden alsbald privat ein Paar. Die Hochzeitsglocken läuteten Anfang 1991 für sie, ein Jahr später wurden sie Eltern, nach zehn Jahren endete das anfängliche Liebes-Glück des Promi-Paares allerdings mit der Scheidung, Negativschlagzeilen in der Boulevardpresse inklusive.

Etwa um diese Zeit wurden auch die Rollenangebote für Ryan langsam seltener, zumal sie ihr Image als blondes American Sweetheart nicht mehr bedienen konnte oder wollte. Sie begann, Charakterrollen zu übernehmen, etwa im Erotik-Thriller «In the Cut» (2003). Darin überraschte sie das Publikum nun als gefrustete Literaturprofessorin, die sich in ihrem Hunger nach Sex in eine abgründige Affäre stürzt. Die Kritiken waren gemischt.

In ihrer bisher letzten Kinohauptrolle war Ryan dann wieder in einer Beziehungskomödie zu erleben. Sie gab in «Serious Moonlight» (2009) - in Deutschland nur auf DVD erschienen - eine Anwältin, die von ihrem Mann (Timothy Hutton) aufgrund einer jüngeren Geliebten verlassen wird und an ihm Rache nimmt.

In jüngster Vergangenheit war Ryan nur noch in Nebenrollen im US-Fernsehen zu erleben. Vielleicht ist das der Grund, warum sie sich weiter bemüht, hinter der Kamera zu arbeiten? Die Kinoportale «Variety» und «Deadline» kündigten zumindest Anfang 2016 an, sie wolle zusammen mit der Autorin Delia Ephron («Verliebt in eine Hexe») die Liebesromanze «The Book» inszenieren. Inwieweit dieser Plan inzwischen gediehen oder ob er möglicherweise wieder vom Tisch ist, ist unbekannt.

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erstellt am 19.Nov.2016 | 00:01 Uhr

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