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Boulevard

08. Dezember 2016 | 15:31 Uhr

Weltmeister und FCA-Manager : Promi-Geburtstag vom 16. Oktober 2016: Stefan Reuter

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Auf dem Platz ackerte Stefan Reuter wie kaum ein Zweiter. Eine nahezu beispiellose Titelsammlung vom WM-Triumph über den EM-Sieg bis zum Gewinn der Champions League und fünf Meisterschaften waren der Lohn. Vor dem 50. Geburtstag hat sich Reuter auch als Manager etabliert.

Wenn Stefan Reuter dieser Tage seine größten Erfolge aufzählt, dann hebt er drei Ereignisse hervor: Den WM-Titel 1990. Den Triumph in der Champions League 1997. Und den Klassenverbleib mit dem FC Augsburg im Frühjahr 2013.

Die Events seien «ähnlich» in der Erinnerung abgespeichert, sagt Reuter. Tatsächlich charakterisiert die Aufzählung recht gut den früheren Fußballer und heutigen Manager Reuter, der heute seinen 50. Geburtstag feiert. Der gebürtige Mittelfranke hat in seiner Karriere alle großen Titel gewonnen und scheint sich dennoch eine gewisse Bescheidenheit bewahrt zu haben.

Mit seiner bodenständigen und unaufgeregten Art passt Reuter zum FC Augsburg, mit dem er sich seit knapp vier Jahren in der Bundesliga hält und dank eines überraschenden Aussetzers nach oben - Platz fünf in der Saison 2014/15 - sogar Europa League spielen durfte. In dieser Spielzeit ist wieder der Kampf gegen den Abstieg im Fokus.

Reuter ist nicht der große Sprücheklopfer. Er setzt auf konsequente Arbeit, Einsatz, Vertrauen und eine realistische Einschätzung der Gegebenheiten. «Es ist wichtig zu wissen, was machbar ist», sagt er.

So agierte er auch als Aktiver, beginnend beim 1. FC Nürnberg (1984 - 1988), dann beim FC Bayern (1998 - 1991), ein Jahr in Italien bei Juventus Turin (1991/92) und schließlich von 1992 bis 2004 bei der Borussia in Dortmund, mit der er seine größten Erfolge feierte.

Auf der rechten Seite war Reuter einer der Besten. Er ackerte mit roten Backen und vollem Einsatz schier unaufhaltsam Jahr für Jahr die Linie hoch und runter. Als «Laufmaschine mit Turboantritt» wurde er einmal von Bundestrainer Berti Vogts bezeichnet, unter dessen Regie er mit der DFB-Elf 1996 im Wembley-Stadion den EM-Titel errang.

Kaum ein Fußballer hat in Deutschland mehr gewonnen als Reuter, der Weltmeister, Europameister und fünfmal deutscher Meister war sowie 1997 mit dem BVB die Champions League und den Weltpokal gewann. 502 Mal lief er in der Bundesliga auf, 60 Mal in Europas Königsklasse und 69 Mal für die Nationalmannschaft, letztmals bei der WM 1998.

«Es ist ein absoluter Traum, wenn man sein Hobby zum Beruf machen kann», sagt der in Dinkelsbühl geborene Reuter. In der Jugend war er Leichtathlet, ehe er sich für Fußball entschied und trotz vieler Knieverletzungen in zwei Jahrzehnten zu einem der Besten avancierte.

Der Sportart blieb er nach dem Ende der Laufbahn erhalten, zunächst als Mitglied der BVB-Geschäftsleitung, dann drei Jahre glücklos als Manager bei 1860 München. Erst in Augsburg konnte er von 2013 an hinter dem Schreibtisch an seine Aktiven-Erfolge anknüpfen.

Dass sich der FCA relativ skandalfrei und ohne große Trainerdebatten in der Liga halten konnte, ist auch ein Verdienst des Geschäftsführers. «Mein Vorteil ist, dass ich mehr als 30 Jahre im Profigeschäft dabei bin und alle Höhen und Tiefen miterlebt habe», sagt Reuter, «und in schwierigen Phasen daher ruhig bleibe».

Zur Gelassenheit kommt ein Verhandlungsgeschick, das Reuter schon zu aktiven Zeiten bescheinigt wurde. Es bescherte Augsburg allein 20 Millionen Euro für Abwehrtalent Abdul Rahman Baba und drei Millionen Euro für Coach Weinzierl.

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erstellt am 16.Okt.2016 | 00:01 Uhr

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