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Boulevard

11. Dezember 2016 | 01:33 Uhr

TV-Tipp : Mein Sohn, der Klugscheißer

vom

Die Dresdner «Tatort»-Kommissarin Alwara Höfels in einer neuen Rolle: Die 34-Jährige spielt in «Mein Sohn, der Klugscheißer» die chaotische Mutter eines hochbegabten Jungen.

Verhaltensauffälig oder hochbegabt? Jerôme (Maximilian Ehrenreich) sitzt bei der Kinderpsychologin, weil er einen Klassenkameraden mit dem Fahrradschloss verletzt hat. Sowas ist sonst eigentlich gar nicht seine Art.

Für die ihn ewig hänselnden Mitschüler ist Jerôme nämlich ein typischer Streber. Und seine chaotische Mutter Deborah (Alwara Höfels) kommt bei den gedanklichen Höhenflügen ihres Schlaumeier-Sohnes öfters mal nicht mit.

«Mein Sohn, der Klugscheißer» heißt die leichtfüßige Komödie, die das Thema Hochbegabung auf ebenso witzige wie ernsthafte Art aufgreift. Das Erste zeigt den mit brillanten kleinen und großen Schauspielern besetzten Film an diesem Freitag um 20.15 Uhr. Die Dresdner «Tatort»-Kommissarin Alwara Höfels und Nachwuchstalent Maximilian Ehrenreich («Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft», «Simon sagt auf Wiedersehen zu seiner Vorhaut») geben darin ein wunderbar gegensätzliches Mutter-Sohn-Gespann ab.

Höfels («Fack ju Göhte») spielt mit Verve die exaltierte, warmherzige Busfahrerin Deborah mit den tief ausgeschnittenen Animalprint-Klamotten und dem gutmütigen Macho-Freund (Adam Bousdoukos). Der 13-jährige Maximilian Ehrenreich überzeugt als sensibler, zurückhaltender «Klugscheißer»-Sohn Jerôme mit roter Pudelmütze, der sich im Unterricht langweilt und mit den anderen Schülern nicht zurechtkommt.

Mutter und Sohn hoffen, dass das Urteil der Psychologin auf keinen Fall «hochbegabt» lautet - denn in diesem Fall soll Jerôme weg von zu Hause, um in einem Internat besser gefördert werden zu können. Was «Heim» bedeutet, das weiß Deborah nach eigener Einschätzung aber ganz genau - schließlich war sie als Kind in so einer Einrichtung. Und außerdem bedeute es doch, dass sie nicht mit ihrem Sohn zurechtkomme, wenn er in eine Einrichtung für Hochbegabte soll - oder?

«Intelligenz ist nichts, womit man sich hier verstecken muss», sagt der Lehrer, der Jerôme schließlich doch durch das Internat führt. Und der Junge ist sofort fasziniert von den Möglichkeiten, die sich ihm dort mit speziellen Lerngruppen, Debattierclub und Riesen-Bibliothek bieten würden. Aber Deborah ist immer noch nicht überzeugt.

Heimlich bringt Jerômes neuer Freund Said (Zoran Pingel) - der sich selbst stolz als Intensivtäter vorgestellt hat - dann zum Eignungstest im Internat. Deborah beschließt unterdessen, per Internet einen echt schlauen Typen kennenzulernen, um ihrem Sohn (sie nennt ihn am liebsten «Süßi») ein «anspruchsvolles» Familienleben bieten zu können.

«Mein Sohn, der Klugscheißer» ist ein berührender und oft herrlich komischer Film über das Anderssein und über das Loslassen. Alle Menschen sind verschieden und müssen verschieden gefördert und gefordert werden - so lautet die Botschaft. Am Ende gibt es ein Happy End mit witzigem Aha-Effekt.

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erstellt am 07.Okt.2016 | 00:01 Uhr

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