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Boulevard

05. Dezember 2016 | 09:38 Uhr

Prince, David Bowie, Guido Westerwelle : Leonard Cohen ist tot: Diese Prominenten sind 2016 noch gestorben

vom

In diesem Jahr mussten wir uns schon von vielen Künstlern und Persönlichkeiten verabschieden. Ein Rückblick.

Das Jahr ist noch nicht ganz vorbei und doch denkt sich der ein oder andere wohl: Reicht es nicht langsam? Sind dieses Jahr nicht schon zu viele berühmte Menschen gestorben?

Viele Menschen haben das Gefühl, dass mehr Prominente gestorben sind als sonst. Dieser Eindruck täuscht nicht. Die BBC stellte in einem Bericht unter anderem die These auf, dass die steigende Zahl von toten Stars auch daran liege, dass Menschen, die in den 60er Jahren berühmt wurden, nun langsam alle über 70 seien und deshalb „zu sterben anfangen“. Außerdem gebe es auch viel mehr Prominente als früher. Während bis in die 60er praktisch nur das Kino (Welt-)Stars hervorbrachte, gebe es heute Promis aus Fernsehen, Musik, Sport und Internet.

Musikwelt

Der britische Musiker David Bowie.

Der britische Musiker David Bowie.

Foto: Martina Hellmann/dpa

Der Tod von Leonard Cohen, ist nicht der erste, der die Musikwelt 2016 erschütterte. Bereits am 10. Januar schockierte der Tod des Musikers David Bowie („Heroes“) im Alter von 69 Jahren die Fans weltweit. Am 21. April verstarb Prince mit nur 57 Jahren und reiht sich damit tragisch in eine Reihe von unerwartet gestorbenen Ikonen der 80er Jahre ein (Michael Jackson, 2009 und Whitney Houston, 2012).

Der Sänger Prince 2010 bei einem Konzert in Belgien.

Der Sänger Prince 2010 bei einem Konzert in Belgien.

Foto: dpa
 

Die „Los Angeles Times“ stellte einen popgeschichtlich und gesellschaftskritischen Zusammenhang nach dem Tod von Prince her: „Was David Bowie für weiße Kids war, die sich anders und unpassend in dieser Welt fühlen, war Prince für schwarze Jugendliche. Er gab jungen Afroamerikanern, die in Harlem (New York), St. Louis oder Watts (Los Angeles) aufwachsen, sozusagen die Erlaubnis, so zu sein, wie sie sein wollen, und nicht so, wie die Gesellschaft ihnen vorgibt, angeblich sein zu müssen.“

In den vergangenen Monaten starben viele Musik-Stars, darunter Glenn Frey (Gründungsmitglied der Rockband Eagles), der Progressive-Rocker Keith Emerson (von Emerson, Lake and Palmer), die Jazz-Sängerin Natalie Cole (Tochter des Pianisten Nat King Cole), Maurice White (Gründungsmitglied der Band Earth, Wind & Fire).

Kultur

Der britische Schauspieler Alan Rickman.

Der britische Schauspieler Alan Rickman.

Foto: EPA/ANDREW COWIE
 

Zu den weiteren prominenten Todesfällen, die 2016 weltweit Aufsehen erregten, gehörten auch einige Schauspieler. Am 14. Januar starb Alan Rickman, der in „Harry Potter“ den Severus Snape spielte und am 27. Juni der Italiener Bud Spencer (bürgerlich Carlo Pedersoli), der vor allem durch seine Rolle an der Seite von Terence Hill bekannt war.

Der italienische Schauspieler Bud Spencer hieß eigentlich Carlo Pedersoli.

Der italienische Schauspieler Bud Spencer hieß eigentlich Carlo Pedersoli.

Foto: dpa
 

Mit dem italienischen Schriftsteller Umberto Eco („Der Name der Rose“) verliert die Welt nicht nur einen Autor, sondern auch einen Philosophen und Sprachwissenschaftler, der sich immer wieder zu aktuellen Debatten äußerte.

Sport

Der Boxer Muhammad Ali.
Der Boxer Muhammad Ali. Foto: Istvan Bajzat

Die Sportwelt verlor mit Muhammad Ali den größten Boxer der Geschichte. Am 3. Juni starb er im Alter von 74 Jahren.

Deutschland

Unter den verstorbenen Promis befinden sich nicht nur internationale Pop-Legenden, sondern auch einige deutsche Berühmtheiten, von denen viele unerwartet und früh starben.

Guido Westerwelle veröffentlichte Anfang November 2015 sein Buch „Zwischen zwei Leben“, in dem er die Zeit nach der Krebs-Diagnose beschreibt.

Guido Westerwelle veröffentlichte Anfang November 2015 sein Buch „Zwischen zwei Leben“, in dem er die Zeit nach der Krebs-Diagnose beschreibt.

Foto: Karlheinz Schindler/dpa
 

Der Ex-Außenminister Guido Westerwelle gehörte zu den prägenden Figuren der bundesdeutschen Politik. Nach fast zwei Jahren verlor er den Kampf gegen den Krebs und starb am 18. März im Alter von 54 Jahren in der Universitätsklinik Köln an den Folgen seiner Leukämie-Erkrankung.

Der Publizist und Moderator Roger Willemsen.

Der Publizist und Moderator Roger Willemsen.

Foto: Jens Kalaene/dpa

Überraschend starb am 24. März der Musiker Roger Cicero. Mit 45 Jahren war er noch sehr jung, genau wie die Schauspielerin Maja Maranow (mit 54), die Moderatorin Miriam Pielhau (mit 41), der Publizist und Moderator Roger Willemsen (mit 60) und der unter dem Namen „Der XXL-Ostfriese“ bekannte Tamme Hanken (mit 56).

Der Schauspieler Götz George als Schimanski.

Der Schauspieler Götz George als Schimanski.

Foto: Henning Kaiser/dpa
 

Doch die Liste der verstorbenen deutschen Promis ist noch nicht zuende. Schlagersänger und Moderator Achim Mentzel starb mit 69 Jahren, der TV-Kinderheld Peter Lustig mit 78, der Schauspieler  und „Tatort“-Komissar Götz George wurde 77 und der Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher 89 Jahre alt. 

Hamburgs ehemaliger Bürgermeister Henning Voscherau.

Hamburgs ehemaliger Bürgermeister Henning Voscherau.

Foto: Christian Charisius/dpa

Der ehemalige Bürgermeister von Hamburg Henning Voscherau starb am 24. August. Er war der am längsten regierende Rathauschef in der Nachkriegsgeschichte.

Erst am 21. Oktober starb der Schauspieler Manfred Krug im Alter von 79 Jahren.

Der deutsche Schauspieler und Sänger Manfred Krug.

Der deutsche Schauspieler und Sänger Manfred Krug.

Foto: Hendrik Schmidt/dpa
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erstellt am 11.Nov.2016 | 17:55 Uhr

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