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Boulevard

10. Dezember 2016 | 17:47 Uhr

Starbesetztes Drama : Gestörte Beziehungen: «Mütter & Töchter» auf DVD

vom

Einst waren sie sich ganz nahe, dann aber setzte irgendwann die Entfremdung ein. In «Mütter & Töchter» geht es in einigen Beispielen um das schwierige Verhältnis von Eltern zu ihren Kindern.

Erst kommen die Probleme auf den Tisch, dann wird viel und ausdauernd geredet und schließlich lößt sich in «Mütter & Töchter» (fast) alles in Harmonie und Wohlgefallen auf. Doch zuvor ist Entfremdung und Einsamkeit das große Thema.

In fünf Geschichten, die lose miteinander verbunden sind, fächern die Regisseure Paul Duddridge und Nigel Levy die gestörten Beziehungen zwischen Müttern und ihren Töchtern auf.

Und die haben es teilweise in sich: Da erfährt ein Mädchen, dass die vermeintliche Mutter in Wahreit die Großmutter ist, und die Schwester die eigentliche Mama. Perfekt mit Christina Ricci («Black Snake Moan») besetzt, die gebrochene Frauen meisterhaft zu verkörpern weiß.

Sie ist nicht der einzige Star in diesem hochkarätig besetzen Drama, das gegen Ende vielleicht etwas zu sehr auf die Tränendrüse drückt und wie im Märchen alles gutwerden lässt - wenn die Träume, die zwischenzeitlich zu Alpträumen geworden sind, sich letztlich doch erfüllen. Neben Christina Ricci stehen noch Selma Blair, Courtney Cox, Susan Sarandon, Mira Sorvino und Sharon Stone auf der funkelnden Besetzungsliste. So viel geballte Frauen-Power bekommt man nur selten in einem Film zu sehen.

Männer kommen übrigens auch in dem Drama vor - und sie sind, bis auf ganz wenige Ausnahmen charmant, zugewandt, einfühlsam und sensibel. Nur ein aufstrebender Musiker, der sich im Tourbus beinahe an einem betrunkenen Mädchen vergangen hätte, fällt aus der Reihe - aber auch er kommt zur Einsicht, dass er fast etwas Schreckliches gemacht hätte.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die aufstrebende Fotografin Rigby (Selma Blair), die auf dem Sprung zur großen Karriere ist. Da erfährt sie, dass sie schwanger ist. Die Suche nach einer Entscheidung stürzt sie in ein Gefühlschaos.

Und immer wieder Gespräche, Gespräche, Gespräche - dabei ist die Kommunikation zwischen den Müttern und ihren Töchtern extrem gestört. Die meiste Zeit sitzen sie am Computer und kommunizieren über Video-Chats miteinander. Nur ein schwacher Ersatz für fehlende Zwischenmenschlichkeit, aber ein erster Anfang.

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erstellt am 02.Dez.2016 | 13:48 Uhr

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