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Boulevard

04. Dezember 2016 | 13:25 Uhr

Sprung in der Schweiz : Basejumper Uli Emanuele stürzt in den Tod

vom

Er prallt gegen eine Felswand und stirbt: Der 30-jährige Extremsportler arbeitete in der Schweiz an einem neuen Spot für den Kamerahersteller „Go Pro“.

Im Schweizer „Mekka der Basejumper“ sind innerhalb eines Tages zwei Extremsportler beim Absprung von Felswänden ums Leben gekommen. Bei einem von ihnen handelt es sich übereinstimmenden Medienberichten zufolge um den Südtiroler Uli Emanuele. Die Polizei bestätigte die Identität Emanueles, wie die Nachrichtenseite „stol.it“ berichtete. In Lauterbrunnen hatte der 30-jährige Südtiroler vor gut einem Jahr einen waghalsigen Flug durch ein enges Felsloch unternommen, der ihn weltberühmt machte.

Seit der Extremsport in den 1980er Jahren populär wurde, starben mehr als 260 Basejumper – 40 davon allein im Lauterbrunnental. Das Fallschirmspringen von festen Objekten wie Klippen oder Gebäuden gilt als höchst riskant. In sogenannten Wingsuits starten viele Sportler in Lauterbrunnen, um fast 60 Sekunden zu fliegen, ehe der Fallschirm geöffnet werden muss.

Der Basejumper aus Leifers verunglückte bereits am Mittwoch bei Lauterbrunnen im Kanton Bern. Mit zwei Kollegen hatte sich Emanuele von einem Helikopter zur Absprungstelle „Black Line“ im Gebiet Stechelberg begeben. Nach seinem Absprung kurz nach 14 Uhr geriet er aus ungeklärten Gründen in eine instabile Fluglage, teilte die Polizei mit. der 30-Jährige prallte daraufhin gegen eine Felswand und stürzte ab. Zeugen alarmierten die Rettungskräfte, Hilfe kam für den Basejumper jedoch zu spät.

Emanuele befand sich in der Schweiz, um für das Actionkamera-Unternehmen „GoPro“ ein neues Video zu drehen, schrieb das Nachrichtenportal „Südtirolnews“. Die Firma veröffentlichte auf ihrer Internetseite einen Nachruf an Emanuele. Er werde als großes Talent und Freund der GoPro-Familie in Erinnerung bleiben, heißt es in der Mitteilung.

 

Noch am Dienstag hatte er ein Foto von sich aus den Dolomiten bei Facebook gepostet. Dort kündigte er einen neuen Sprung an.

Wenige Stunden später verunglückte ein weiterer Basejumper in Lauterbrunnen tödlich. Ein wahrscheinlich aus Großbritannien stammender 49-Jähriger geriet ebenfalls in Schwierigkeiten, prallte gegen eine Felswand und stürzte ab. Beide Fälle wurden von der Kantonspolizei in Bern bestätigt. Die Unfallursache ist indes noch unklar. Die Ermittlungen laufen in beiden Fällen.

(mit dpa)

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erstellt am 19.Aug.2016 | 16:36 Uhr

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