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Boulevard

07. Dezember 2016 | 15:25 Uhr

US-Fernsehpreis : 68. Emmy-Verleihung: «Game of Thrones» ist Favorit

vom

Dutzende Kategorien und eine lange Zeremonie: Seit aber immer mehr Zuschauer lieber Serien statt Filme schauen, wächst die Bedeutung des wichtigsten TV-Preises der Welt. Am Sonntag macht sich die selbe Serie Hoffnung auf die meisten Auszeichnungen wie die Jahre zuvor.

Immer wieder macht in Hollywood in den letzten Jahren ein Credo die Runde: «Wir leben im Goldenen Zeitalter des Fernsehens», heißt es da. Einen Beweis dafür könnte am Sonntagabend in Los Angeles die 68. Verleihung der Emmy Awards liefern.

Wie schon in den Vorjahren hat die Fantasyserie «Game of Thrones» beste Chancen auf viele Ehrungen bei der Verleihung der wichtigsten Fernsehpreise der Welt: Sie ist für 23 Auszeichnungen nominiert, darunter die als «Beste Dramaserie».

Die Dokudrama-Reihe «The People v OJ Simpson» über die Anklage von Football-Star O.J. Simpson in einem Mordfall ist für 22 Preise nominiert, häufig aber in vielen Kategorien mehrfach. Sie könnte 13 Trophäen gewinnen. 18 Mal ist das lakonische Krimi-Drama «Fargo» nominiert, 17 Mal die Politsatire «Veep».

Bereits während der Woche wurden viele Preise vergeben, unter anderem schnitten die genannten Serien und die Dokumentarreihe «Making a Murderer» auf Netflix gut ab. Einen Preis gewann auch Diane Warren für den besten Song: Sie schrieb «’Til It Happens To You» über die Vergewaltigung von Frauen, gesungen von Lady Gaga. Die Deutsche Heidi Klum verlor mit der Show «Project Runway» in der Kategorie «Beste Moderation einer Reality Serie» gegen Dragqueen Ru Paul.

Es wird auch am Sonntagabend für viele Branchenbeobachter eine der wichtigsten Fragen sein, ob die Streaminganbieter aus dem Internet weiter Boden gutmachen können gegen Kabel-Programme wie HBO oder gegen die traditionellen Network-Sender wie NBC und CBS.

In den Königskategorie «Beste Dramaserie» kämpft beispielsweise HBO («Game of Thrones») gegen Netflix («House of Cards»), FX Networks («The Americans»), AMC («Better Call Saul»), Showtime («Homeland»), USA («Mr Robot») und den öffentlich-rechtlichen Sender PBS («Downton Abbey»). In der Kategorie «Beste Comedyserie» sind «black-ish», «Master of None», «Modern Family», «Silicon Valley», «Transparent», «Unbreakable Kimmy Schmidt» und «Veep» nominiert.

Mehr als 20 000 Mitglieder der Television Academy sind abstimmungsberechtigt. Seit Monaten versuchen die Sender und Produzenten deshalb, ihre laut Marktforschern mehr als 400 Serien des letzten Jahres mit Plakaten in Los Angeles und Anzeigen in Branchenmagazinen und auf Webseiten zu promoten. Ob ihre Arbeit Erfolg hat, zeigt sich nach deutscher Zeit in der Nacht auf Montag im Microsoft-Theater. Late-Night-Moderator Jimmy Kimmel präsentiert die Show, die ab 1 Uhr in Deutschland auf TNT Serie übertragen wird. 

Preise am Sonntagabend

Alle Nominierten

Bereits vergebene Preise, Teil 1

Teil 2

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erstellt am 16.Sep.2016 | 15:20 Uhr

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