zur Navigation springen

Deutschland & Welt

05. Dezember 2016 | 01:31 Uhr

Kriminalität : Beziehungstat in Flüchtlingsheim: Mann zündet Ehefrau an

vom

Ein Mann greift seine Ehefrau an, setzt sie in Brand und kommt selbst dabei um. Die 31-Jährige kommt per Rettungshubschrauber in eine Klinik. In der Familie soll es bereits früher häusliche Gewalt gegeben haben.

In einer Flüchtlingsunterkunft in Rüdesheim hat ein Mann seine Ehefrau angezündet und ist dabei selbst ums Leben gekommen. Die Frau wurde schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Zwei weitere Bewohner wurden ebenfalls verletzt. Die Ermittler gehen von einer Beziehungstat aus.

Die Familie aus Syrien hatte zuvor gemeinsam in der umgebauten Scheune gelebt, wie ein Polizeisprecher sagte: ein 45 Jahre alter Mann, seine 31 Jahre alte Ehefrau und drei gemeinsame Kinder. Es habe bereits früher «Vorfälle in der Familie» gegeben, die die Polizei als häusliche Gewalt einstufte. Der Mann sei deswegen in einer anderen Unterkunft untergebracht worden, sagte ein Polizeisprecher.

Am Donnerstagmorgen kehrte der Mann in die Unterkunft seiner Familie zurück. Laut Polizei steckte er die Frau mit Brandbeschleuniger «vorsätzlich in Brand». Sie wurde schwer verletzt. Das Opfer wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Der Mann habe bei dem Angriff selbst Feuer gefangen und sei verbrannt. Ob die Kinder Zeugen der grausigen Tat wurden, stand zunächst noch nicht fest: «Das ist Gegenstand der Ermittlungen, ebenso wie die Frage, ob es zuvor eine Auseinandersetzung gab», sagte ein Sprecher.

Es dauerte Stunden, bis der Brand gelöscht war. Die Scheune wurde komplett vernichtet und ist nun unbewohnbar. In dem aus zwei Gebäuden bestehenden Komplex waren 14 Bewohner gemeldet. Die Kriminalpolizei und Spezialisten des Erkennungsdienstes sicherten die Spuren und begannen mit den Ermittlungen. Die Polizei suchte und vernahm Zeugen.

zur Startseite

von
erstellt am 01.Sep.2016 | 14:54 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert