Workshop zur Ölvogel-Rettung

13. Januar 2009 | 04:55 Uhr | Von djs

Tierärztin Janine Bahr (links) wildert die behandelten Vögel wieder aus.

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Föhr. Alle Hände voll zu tun hat derzeit Janine Bahr vom Wyker Tierhuus. Die Leiterin des Tierheimes und Tierärztin bereitet derzeit einen Workshop, den das das Tierhuus- Insel Föhr und die Ölvogelhilfe Germany gemeinsam veranstalten, zum Thema "Erste Hilfe für verölte Vögel" auf Föhr vor.

Hintergrund ist es, möglichst vielen Tierfreunde und Tierschützern von möglichst vielen verschiedenen Küstenorten, den Halligen und den Nord- und Ostfriesischen Inseln die allgemeine Wildtierversorgung und im Besonderen die Versorgung verölter Seevögel näherzubringen.

"Schon ziemlich umfangreich", stöhnt die Tierärztin die, sowieso nach einer Knieoperation arg gehandicapt, neben ihrem generell prall gefülltem Alltag reichlich Einladungen per E-Mail sowie auf dem Postwege versendet und sich parallel noch um die nötigen behördlichen Dinge zu kümmern hat.

Ziel des Workshops am Wochenende 24. und 25. Januar ist es, die Möglichkeiten und den Sinn der Ölvogelrehabilitation den Teilnehmern nahe zu bringen. Außerdem wird zu erfahren sein, wie von den Helfern die richtige Erstversorgung der Tiere vorgenommen wird und wie der artgerechten Umgang mit den Patienten erfolgen sollte.

"Teilnehmen können alle Tierfreunde, ehrenamtliche Helfer und natürlich interessierte Bürger", erklärt die Organisatorin.

"Der Erfolg der letzten Ölrehabilitationen an unseren Küsten spricht für sich und kann bei richtiger schneller Hilfe auch an anderen Orten vielen Tieren, die Opfer eines Ölunfalls wurden, das Leben retten", ist die Wyker Tierärztin überzeugt.

Anhand von Bildpräsentationen, Dias und Filmen aber vor allem auch in praktischen Übungen, sollen den Workshoplern die Inhalte vor Augen geführt werden. Im Einzelnen geht es dabei um die Möglichkeiten der Ölvogelrehabilitation, Fangtechniken und Transportgrundlagen zur Rettung der Tiere, die richtige Erstversorgung und der artgerechte Umgang mit betroffenen Tieren.

Abschließend ist eine Ausweitung des bestehenden Netzwerks durch alle interessierten Teilnehmer geplant.

Zudem referiert André van Gemeert von der Seehundaufzuchtstation Pieterburen in den Niederlanden zur Erstversorgung von Seehunden sowie über die grenzüberschreitende Arbeit der Tierschützer.


 

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