Aus für Kaufhaus
Schluss für Hertie: Letzte Filialen geschlossen
In Schleswig-Holstein öffneten die Filialen in Husum, Rendsburg und Elmshorn ihre Türen zum letzten Mal. Allein in Husum verlieren rund 80 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz, in Rendsburg sind es 35. Bundesweit sind 2600 Beschäftigte betroffen. Einige sind noch in den kommenden Tagen mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Ob die Mitarbeiter mit Abschluss des Insolvenzverfahrens noch eine Abfindung bekommen, ist ungewiss. Das soll frühestens 2010 feststehen.
Die Eigentümer der Immobilien, das britisch-niederländische Unternehmensgeflecht Dawnay Day und Mercatoria Acquisitions (MABV), wollen die Häuser nun an andere Interessenten wie Kaufland, C&A oder Saturn vermieten. Einige der Filialen seien bereits vermietet worden, erklärte MABV. Die letzten Immobilien werden von Hertie bis Mitte Oktober geräumt. Bereits zum Weihnachtsgeschäft wollen neue Mieter an den Start gehen.
Ursache für die Pleite sei die Finanzkrise
Für den traditionsreichen Namen Hertie kommt damit schon zum zweiten Mal das Aus: Zum ersten Mal war er nach der Übernahme durch Karstadt Mitte der 90er Jahre ausgelistet worden. Als Karstadt 2005 74 kleinere Häuser an den britischen Investor Dawnay Day verkaufte, wurde der Name Hertie wiederbelebt. Vor einem Jahr geriet die neue Hertie-Gesellschaft jedoch in die Insolvenz. Im Mai beschloss die Gläubigerversammlung die Schließung der Filialen, weil keine Chance auf eine Rettung gesehen wurde.
Als Ursache für die Pleite machte der Betriebsrat die Finanzkrise, ein ausgeprägtes Missmanagement und viele Altlasten aus der Karstadt- Ära aus. Der Insolvenzverwalter Biner Bähr sieht vor allem die hohen Mieten als Grund an.





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